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Pinguine heute nur krasser Außenseiter

Lokalsport: Pinguine heute nur krasser Außenseiter
Auch neue Spinning-Bikes, die hier von Daniel Pietta (li.) und Martin Schymainski (re.) getestet werden, gehören im Fitnessraum der Pinguine zu den neuen Geräten. Die konnten dank der finanziellen Unterstützung von Torsten Toeller (2.v.li.) und Gerald Wagener (2.v.re.) angeschafft werden. FOTO: Lothar Strücken
Del. Eishockey: Für das Duell beim Tabellenführer in Mannheim steht hinter dem Einsatz von St. Pierre ein Fragezeichen. Trainingsgast Corey Trivino wird nicht verpflichtet. Neue Fitness-Geräte dank Torsten Toeller und Gerald Wagener. Von H.-G. Schoofs

Die Rote Laterne werden die Pinguine heute wohl kaum an Ingolstadt abgeben können. Denn im Auswärtsspiel gegen Adler Mannheim hängen die Trauben für die Krefelder ab 19.30 Uhr ziemlich hoch. Sie fahren als krasser Außenseiter zum Duell mit dem Tabellenführer. Daran ändert auch nicht die Tatsache, dass die Schwarz-Gelben dort sechs der jüngsten zehn Spiele gewannen. Dafür ist der aktuelle Leistungsunterschied zwischen dem Spitzenreiter und dem Schlusslicht einfach zu groß. Da winken schon eher Punkte Sonntag im Heimspiel gegen den EHC München. Die Bayern sind aktuell so etwas wie Wundertüte der Liga. Mal spiegelt sich die Stärke ihres Kaders auf dem Eis wider, mal präsentieren sie sich wie ein Kellerkind.

"Bei Mannheim war zu Saisonbeginn etwas Sand im Getriebe. Mittlerweile bestätigen die Adler ihre Rolle als Mitfavorit um den Titel. Es muss bei uns schon sehr viel passen, wenn wir dort punkten wollen", sagt Franz Fritzmeier. So wie am zehnten Spieltag, als die Pinguine die Adler im KöPa mit 5:3 vom Eis fegten. Allerdings waren die Gäste aus der Kurpfalz damals personell arg gebeutelt. Die Münchner waren in dieser Saison bereits an der Westparkstraße zu Gast und setzten mit einem 3:2-Erfolg ihre kleine Serie von nun vier Siegen in Folge fort. Die soll am Sonntag beendet werden. "Die Chance, gegen München zu punkten, ist sicher gegeben. Wir wollen den König-Palast wieder zur Festung machen. Wir müssen in jedem Heimspiel bereit sein. Wenn die Fans sehen, wir wollen, dann werden sie uns puschen, und das hilft uns schon, wenn es auf einmal laut wird", erklärte der Coach. Sehr laut dürfte es Sonntag nicht werden. Denn gestern waren erst 2500 Karten vergriffen. Daher würde ein Überraschungs-Coup in Mannheim den Vor- und Einzelverkauf sicher kräftig ankurbeln.

Wer heute in den Mannschaftsbus steigen wird, war gestern noch nicht ganz klar. Hinter dem Einsatz von Nick St. Pierre (Prellung) steht noch ein Fragezeichen. Sollte der Verteidiger auflaufen können, muss Fritzmeier einen Spieler zu Hause lassen. "Mal sehen, wie es morgen ist. Wir können ja einen Förderlizenzspieler abgeben oder einen Spieler pausieren lassen. Die Trainingsleistungen sind für mich entscheidend," meinte der Coach. Verteidiger Robin Weihager wird weiter im Sturm auflaufen. Im Tor steht heute Patrick Klein. Am Sonntag erhält Tomas Duba den Vorzug.

Kraft und Ausdauer tanken die Pinguine Woche für Woche in ihrem Fitnessraum. Dort wurde jetzt in neue Trainingsgeräte investiert. Möglich machten das zwei Sponsoren der Pinguine. Torsten Toeller (Firma Fressnapf) und Gerald Wagener (Firma Schneekoppe) sorgten gemeinsam mit der Herstellerfirma für die Finanzierung. Auf den Hinweis unserer Zeitung, zu den neuen Geräten würde ein neuer Stürmer glänzend passen, reagierten die beiden Geschäftsleute nicht. Trainingsgast Corey Trivino wird jedenfalls nicht verpflichtet. "Das ist ein guter Junge, aber nicht das, was wir momentan suchen. Wir brauchen einen gestandenen Mittelstürmer für die zweite Reihe mit Erfahrung und Scoring-Qualitäten. Wir wollen uns in der Spitze verstärken. Das ist zwar schwer, weil wir nicht einfach in die Goldkiste greifen können. Aber eine Verpflichtung muss schon sitzen", sagte Fritzmeier.

Quelle: RP
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