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Krefeld Pinguine
Pinguine heute nur krasser Außenseiter

Krefeld Pinguine: Pinguine heute nur krasser Außenseiter
Wie im Vorjahr wird Pinguine-Stürmer Daniel Pietta (rechts) heute im Spiel gegen Kärpät Oulu zum Auftaktbully antreten. FOTO: samla
Chl. Eishockey: In ihrem Auftaktspiel der Gruppe E der Champions Hockey League steht den Krefeldern heute im König-Palast ab 19.30 Uhr gegen das finnische Spitzenteam Kärpät Oulu eine megaschwere Aufgabe bevor. Von H.-G. Schoofs

Es gibt im Sport häufig Wettkämpfe, da steht der Sieger bereits vorher fest. Das gilt auch heute Abend um 19.30 Uhr, wenn die Pinguine im König-Palast ihr Auftaktspiel in der Champions Hockey League gegen Kärpät Oulu bestreiten. Denn der amtierende CHL-Vizemeister zählt erneut zu den Titelanwärtern. Da muss für die Krefelder schon alles passen, wenn sie ihre Chance, die sie auf dem Papier nicht besitzen, nutzen wollen. Auch wenn die Finnen am Dienstag bei ihrem 4:2-Erfolg beim HC Vítkovice Ostrava, dem dritten Klub in der CHL-Gruppe E, Kräfte ließen und erst gestern Abend an der Westparkstraße eintrafen, ändert sich nichts an ihrer Favoritenrolle. Nur mit großer Leidenschaft und viel Kampf werden die Schwarz-Gelben den Gästen aus dem hohen Norden das Leben schwer machen können. Dazu bauen die Gastgeber bei diesem ersten Höhepunkt der neuen Eiszeit auf die Unterstützung der KEV-Fans. Angesichts der Ferienzeit, Olympia und des Biergartenwetters ist aber nicht mit einer würdigen Kulisse zu rechnen.

Die hiesigen Eishockey-Fans wissen aus dem Vorjahr genau, um wen es sich beim heutigen Gegner Kärpät Oulu handelt. Der siebenfache finnische Meister belegte im Vorjahr Platz zwei der Hauptrunde und musste sich im Play-off-Halbfinale dem späteren Meister Tappara Tampere geschlagen geben. Im Sommer vollzog der Vereine mit einem der höchsten Etats der Liga einen Generationswechsel. Alte und erfahrene Akteure wie Arto Laatikainen, Esa Pirnes, Kim Hirschovits und Ivan Huml, der im Vorjahr im KöPa das 1:0 gegen die Pinguine erzielte, haben das Team verlassen. Mit Sebastian Aho (Carolina Huricans/NHL), Juuso Ikonen (Djurgarden Stockholm) und Mika Niemi (Jokerit Helsinki) musste der Klub die drei besten Punktesammler der Vorsaison ziehen lassen. Auch die beiden besten Abwehrspieler verließen den Klub. Von den Neuzugängen ragen im Sturm der Kanadier Shan Heshka (bisher MoDO Örnköldsvik) und der Amerikaner John Albert, zuletzt Kapitän der Manitoba Mouse (AHL), heraus. Letzterer hatte auch auf der Krefelder Einkaufsliste ganz oben gestanden. "Ich habe ihn bei meiner Tour durch Nordamerika beobachtet. Aber seine Gehaltsforderung würde unseren Rahmen mehr als sprengen", sagte Trainer Franz Fritzmeier.

Neu bei den Finnen ist auch Stürmer Toni Kahkonen, der in der Vorsaison zusammen mit Krefelds Torwart Patrick Galbraith beim schwedischen Erstligisten Karlskrona spielte. Mit zwei weiteren Akteuren des Kärpät-Teams spielte er in Finnland gemeinsam. "Ein sehr hohes Tempo und viel Arbeit", antwortete Galbraith gestern nach dem Training auf die Frage, was er vom heutigen Match erwarte.

Nicht viel leichter wird für die Pinguine am kommenden Samstag um 19 Uhr im KöPa die Aufgabe gegen den anderen Gruppengegner HC Vítkovice Ostrava. Die Tschechen verkauften sich am Dienstag trotz ihrer 2:4-Niederlage gegen Oulu sehr gut und sind stärker einzuschätzen als im Vorjahr die Vienna Capitals.

Quelle: RP
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