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Krefeld Pinguine
Pinguine im Derby nur im ersten Drittel gefährlich

Krefeld Pinguine: Pinguine im Derby nur im ersten Drittel gefährlich
Zum ersten Mal in dieser Saison waren die Ränge im König-Palast bei einem Heimspiel der Krefeld Pinguine mit 7195 Zuschauern sehr gut gefüllt. Auf der Nordtribüne sorgten die KEV-Fans vor dem ersten Bully für eine stimmungsvolle Choreographie. FOTO: Thomas Lammertz
Del. Eishockey: Die Krefelder mussten sich gestern Abend im Heimspiel gegen den rheinischen Rivalen Düsseldorfer EG vor 7195 Zuschauern nach einer 1:0-Führung mit 1:2 geschlagen geben. Ab der 20. Minute war bei den Gastgebern der Tank leer. Morgen geht die Reise nach Nürnberg. Von H.-G. Schoofs

Ihren ersten großen Zahltag der Saison konnten die Pinguine nicht mit dem ersehnten Derbysieg gegen Düsseldorf krönen. Dabei waren die Schwarz-Gelben zunächst der Marschroute ihres Trainers Franz Fritzmeier eindrucksvoll gefolgt, bestimmten im ersten Abschnitt das Match und gingen mit einer verdienten Führung in die Pause. An diese gute Vorstellung konnten sie bis zum Spielende nicht mehr anknüpfen. Physis und spielerisch waren sie dazu nicht mehr in der Lage. Die Gäste aus der Landeshauptstadt nutzten ihre wenigen Torchancen eiskalt aus und fuhren am Ende verdientermaßen mit drei Punkten nach Hause. Für die Krefelder, die auf den letzten Tabellenplatz abrutschten, gilt es nun, diese Derbyniederlage ganz schnell abzuhaken. Denn morgen steht das schwere Auswärtsspiel bei den Nürnberg Ice Tigers auf dem Programm.

Krefeld Pinguine -Düsseldorfer EG

Die neue Eiszeit ging in Krefeld gestern erst so richtig los. In Scharen pilgerten die KEV-Fans von der Innenstadt zur Westparkstraße. Viele waren dem Wunsch der Pinguine gefolgt und erschienen wegen der verstärkten Sicherheitskontrollen früher als sonst. Es bildete sich zwar vor dem Eingang eine große Menschentraube, aber beim Auftaktbully waren alle Zuschauer im Stadion. Die Fans auf der Nordtribüne eröffneten das Derby mit Fahnen, gelben Konfettiregen und einem Banner mit der Aufschrift "Unsere Liebe, die nie vergeht."

Die erwiderten die Pinguine mit einem beherzten Auftritt. Sie setzten die Gäste unter Druck, die aber nach sechs Minuten plötzlich die erste Großchance des Spiels hatten. Doch Torwart Tomas Duba war gegen Minard glänzend zur Stelle. Fast im Gegenzug scheiterte David Fischer an Torwart Niederberger. Die Schwarz-Gelben blieben bis zur ersten Pause die spielbestimmende Mannschaft, was alleine schon die Schuss-Statistik von 21:7 nach 20 Minuten ausdrückte. Als mit dem Düsseldorfer Ebner zum ersten Mal ein Spieler auf die Strafbank musste, wurde Mike Collins nicht energisch genug angegriffen, der mit einem satten Schuss ins lange obere Eck die Führung erzielte (15.). Eine Minute später verhinderte Duba gegen Olimb den Ausgleich. Die Pinguine nahmen eine Restüberzahl mit ins zweite Drittel, konnten daraus aber kein Kapital schlagen.

Es entwickelte sich jetzt ein ausgeglichenes Match, weil die DEG deutlich offensiver agierten. Die ganz klaren Torchancen blieben auf beiden Seiten zunächst aus. Als dann Nick St. Pierre die erste Strafe gegen Krefeld kassierte, stocherte Lewandowski einen Abpraller über die Linie (36.). Kurz darauf musste der Verteidiger erneut in die Kühlbox. Dabei verhinderte Duba gegen Minard die Gästeführung. Die fiel dann aber zu Beginn des Schlussdrittels. Als Torwart Duba einen Schuss von Brandt nach vorne abprallen ließ, war Strodel zur Stelle. Der Torschütze hatte wenig später die Vorentscheidung auf dem Schläger. Er lief alleine auf Duba zu, traf aber nur den Pfosten. Die Pinguine waren geschockt und kassierten wegen eines Wechselfehlers eine Bankstrafe. Dann musste Oliver Mebus in die Kühlbox. Dabei vergab Ebner eine Riesenchance zum 3:1.

Martin Schymainski über die Niederlage gegen die DEG

Knapp sieben Minuten blieben den Krefeldern dann noch für eine Aufholjagd, davon vier Minuten und elf Sekunden in Überzahl. Fischbuch hatte Pietta mit hohem Stock niedergestreckt und durfte vorzeitig duschen gehen. Doch selbst als Torwart Duba seinen Arbeitsplatz 72 Sekunden vor dem Ende verließ konnten sich die Pinguine keine klare Torchance zum Ausgleich herausspielen. So jubelten am Ende im weiten Rund nur die 400 mitgereisten DEG-Fans. Für die After-Game-Party der KEV-Fans hinter der Nordtribüne war diese Derby-Niederlage natürlich pures Gift.

Krefelds Stürmer Mike Collins (Nr. 13), der hier von DEG-Verteidiger Corey Mapes (li.) nicht gestoppt werden kann, erzielte im ersten Drittel im Überzahl den Führungstreffer. Das sollte auch schon der letzte Treffer der Pinguine gewesen sein. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)
Quelle: RP
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