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Krefeld Pinguine
Pinguine leichte Beute für die Ice Tigers

Krefeld Pinguine: Pinguine leichte Beute für die Ice Tigers
Herberts Vasiljevs (re.), der hier den Nürnberger Leonhard Pföderl attackiert, absolvierte gestern sein 600. DEL-Spiel. An dieses Jubiläum wird sich der Krefelder Routinier nicht gerne zurück erinnern. FOTO: ispfd
Krefeld. Für die Krefelder gab es am Sonntag im Auswärtsspiel bei den Nürnberg Ice Tigers nichts zu holen. Das Match war bereits nach dem ersten Drittel entschieden. Der kanadische Stürmer Corey Trivino aus der KHL soll im Gespräch sein. Von H.-G. Schoofs Berichtet Aus Nürnberg

Sein 600. DEL-Spiel hatte sich Herberts Vasiljevs sicher ganz anderes vorgestellt. Der Krefelder Routinier wurde gestern beim Gastspiel der Pinguine in Nürnberg um das ersehnte Jubiläumsgeschenk gebracht. Bei der 3:6-Niederlage waren die Schwarz-Gelben leichte Beute für die Ice Tigers und lagen bereits nach dem ersten Drittel mit 0:4 hoffnungslos zurück. Sie bewiesen Moral und wehrten sich danach zwar nach Kräften, doch zu holen gab es nichts mehr. Damit bleiben die Krefelder vor den beiden schweren Spielen beim Spitzenreiter Mannheim und kommenden Sonntag gegen München am Tabellenende. Nur vier Krefelder Treffer am Wochenende machen klar, wo der Schuh hauptsächlich drückt. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Verstärkung für den Angriff. Am Freitag war im Kö-Pat zu hören, dass der kanadische Stürmer Corey Trivino im Anflug sein soll, der in der KHL seinen Vertrag aufgelöst hat. Aber auch Augsburg soll Interesse haben.

Krefeld Pinguine -Düsseldorfer EG

Der Stachel der Enttäuschung saß bei den Pinguinen nach der Derby-Niederlage ziemlich tief. Zu allem Übel stand am Samstag auch kein Eis zur Verfügung, so dass die müden Beine nur mit Trockenübungen gelockert werden konnten. Früh aufstehen hieß es dann gestern, denn die Mannschaft machte sich erst am Spieltag auf die Reise ins Frankenland. Nach einer Mittagspause in einem Landgasthof bei Weibersbrunn trafen die Krefelder ohne Probleme in Nürnberg ein, wo es in der Nacht geschneit hatte.

"Ich hoffe, dass uns der klare Sieg der Tigers in Berlin vielleicht zu Gute kommt und sie uns etwas auf die leichte Schulter nehmen. Es wird natürlich sehr schwer, Nürnberg ist klarer Favorit. Wenn wir hier etwas mitnehmen wollen, müssen wir mehr laufen als die Gastgeber, alle Pässe müssen ankommen und Patrick Klein muss einen Sahnetag erwischen", sagte Franz Fritzmeier vor dem Spiel. Den Wechsel im Tor hatte der Coach bereits am Donnerstag mit beiden Torhütern abgesprochen. Weil Martin Schymainski trotz einer Fußprellung aus dem DEG-Spiel auf die Zähne biss, blieben die Reihen unverändert.

Martin Schymainski über die Niederlage gegen die DEG

Die Ice Tigers setzten die Pinguine sofort unter Druck und führten nach knapp neun Minuten bereits mit 3:0. Damit war früh klar, dass es für den Tabellenletzten die siebte Niederlage auf fremdem Eis geben wird. Die Schwarz-Gelben mühte sich redlich, aber alle Angriffsbemühungen waren nicht von Erfolg gekrönt. Stattdessen erhöhten die Gastgeber, die laut Nürnberger Pressevertreter das beste Drittel der Saison auf eigenem Eis hinlegten, auf 4:0. Ab der 20. Minute stand Tomas Duba im Tor. Zudem baute der Trainer drei Sturmreihen um: Vasiljevs/Pietta/Collins, Schymainski/Driendl/Weihager, Mieszkowski/Kretschmann/Sofron. Doch das zweite Drittel begann wie das erste, mit einem frühen Treffer der Tigers. Jetzt ging es für die Pinguine nur noch um Schadenbegrenzung. Die eröffnete Kyle Sonnenburg mit dem ersten Krefelder Treffer (25.). In dieser Szene verletzte sich Andi Driendl an der Schulter, konnte ab der 30. Minute aber wieder auflaufen. Es entwickelte sich ein Match auf Augenhöhe, in dem die Pinguine bis zur zweiten Pause dem nächsten Treffer näher waren als die Hausherren. In Unterzahl eröffneten die Pinguine das Schlussdrittel. Prompt machten die Tigers durch ihren Ex-NHL-Star Heathley das halbe Dutzend voll. Die Pinguine kämpften aber weiter gegen das drohende Waterloo an. Und das zur Freude ihrer 40 angereisten Fans mit Erfolg. Scott Valentine und Mike Collins verkürzten auf 3:6. Im Tor der Gastgeber stand mittlerweile Nachwuchstorhüter Philip Lehr. Der bekam zwar weiter viel zu tun, weil die Krefelder Druck machten, doch spannend wurde das Geschehen trotzdem nicht mehr.

Quelle: RP
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