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Krefeld Pinguine
Pinguine müssen zu Hause auf die Couch

Krefeld Pinguine: Pinguine müssen zu Hause auf die Couch
Hier war gestern Abend die Krefelder Eishockeywelt noch in Ordnung. Marco Rosa erzielte bereits nach 50 Sekunden die Führung der Pinguine. Am Ende blieb es bei dem einen Treffer der Gastgeber. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die Krefelder unterlagen gestern Abend in ihrem ersten Heimspiel des Jahres den Straubing Tigers mit 1:3 . Trotz einer schnellen Führung flatterten bei den Schwarz-Gelben nach dem ersten Gegentreffer wieder die Nerven. Von H.-G. Schoofs

Zum Glück war Wolfgang Schulz gestern an seinem runden Geburtstag (70) nicht im König-Palast. Denn aus dem Geschenk, das die Pinguine ihrem Aufsichtsratschef im Heimspiel gegen die Straubing Tigers machen wollten, wurde leider nichts. Mit 1:3 mussten sich die Krefelder im Kampf um Platz zehn gegen den direkten Konkurrenten geschlagen geben. Damit setzten sie ihre Pleitenserie auf eigenem Eis aus dem alten Jahr auch bei ihrem Heimdebüt 2017 nahtlos fort. Nach dem ersten Gegentreffer war den Spielern deutlich die Angst vor der Niederlage anzumerken. Nichts mehr war von dem gewonnenen Selbstvertrauen zu spüren, das die Mannschaft am Donnerstag in Ingolstadt beim Start ins neue Jahr ausgezeichnet hatte. Selbst bei den zahlreichen Überzahlsituationen war eine Verkrampfung zu erkennen. Die Motivationskunst von Trainer Rick Adduono scheint nicht auszureichen, um zu Hause die von ihm ersehnte Macht werden zu können. Wahrscheinlich müssen seine Spieler auf die Couch und von einem Mentaltrainer ins Gewissen geredet werden.

Da gestern früh wegen der Umbauarbeiten im KöPa nur für die Straubinger eine Eiszeit in der Rheinlandhalle zur Verfügung stand, drehten die Pinguine zur Auflockerung im Kraftraum einige Runden auf dem Fahrradtrainer. Nicht dabei war Stürmer Mark Mancari, der sich krank abgemeldet hatte. Seinen Platz nahm Christian Kretschmann ein. Trotz der drei Auswärtssiege in Folge waren die Ränge bei der Jahrespremiere im KöPa nicht gerade würdig gefüllt. Neben der späten Bullyzeit hing das sicher auch mit der Liveübertragung im Free-TV zusammen.

Die gekommen waren, wurde bereits nach 50 Sekunden belohnt. Marco Rosa lief nach einem Traumzuspiel von Dragan Umicevic alleine auf Torwart Climie zu und schob ihm den Puck durch die Schoner über die Linie. Die Gäste steckten den frühen Schock schnell weg. Kyle Klubertanz und Marcel Müller konnten das Zuspiel von Hedden auf Brandl nicht verhindern, der Torwart Patrick Galbraith keine Abwehrchance ließ. Der Treffer machte die Tigers noch hungriger, die offensiv deutlich mehr zu bieten hatten als die Pinguine und vor der ersten Pause verdient in Führung gingen. Die Gäste waren auch im zweiten Drittel dem ersten Treffer näher, als Mikko Vainonen auf die Strafbank musste. Doch die Pinguine hielten sich schadlos. Vainonen holte dann selber eine Strafzeit gegen Brandl heraus. Kurz vor Ablauf der Überzahl vergab Mike Mieszkowski den Ausgleich. Der wurde dann von Jobke brutal an die Bande genagelt, der vorzeitig duschen durfte. Statt bei der fünfminütigen Überzahl das Blatt zu wenden, kassierten die Pinguine ihr achtes Unterzahltor der Saison. In Überzahl eröffneten die Gastgeber das Schlussdrittel. Doch erneut sprang nichts Zählbares heraus. Als die Tigers wieder komplett waren, scheiterte Herberts Vasiljevs aus kurzer Distanz an Torwart Climie, der einen Glanztag erwischte. Und dann kam auch noch Pech dazu. Als erneut ein Straubinger auf der Strafbank saß, traf Mike Collins den Pfosten. In den letzten zehn Minuten holten die Krefelder die Brechstange heraus und drängten mit Macht auf den Anschlusstreffer. Doch selbst das leere Tor traf Daniel Pietta nicht, der sich vor lauter Frust dann auch noch eine Strafe einhandelte. Damit gab es an der bitteren Niederlage nichts mehr zu rütteln.

Quelle: RP
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