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Pinguine schießen sich für das Derby warm

Lokalsport: Pinguine schießen sich für das Derby warm
Nach Christian Kretschmann steuerte gestern auch Mike Collins, der hier jubelt, einen Doppelpack zum Sieg der Pinguine in Straubing bei. Verteidiger Maury Edwards (re.) kann es nicht fassen. FOTO: Harry Schindler
Del. Eishockey: Mit 7:3 gewannen die Krefelder gestern in Straubing. Nach anfänglichen Schwächen in der Abwehr drehte das Team nach einem 1:3-Rückstand das Match. Doppelpack von Collins und Kretschmann. Torwart Galbraith stark. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns Berichten Aus Straubing

Auch wenn bei den Pinguinen gestern im Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers nicht alles Gold war, was glänzte, machten sie mit einem 7:3-Erfolg beste Werbung für das morgige Derby gegen die Düsseldorfer EG (16.30 Uhr / König-Palast). Zunächst sah es nicht nach einem Sieg der Krefelder aus, weil sie den Hausherren im eigenen Drittel viel zu viel Platz ließen. Dass sie bei zahlreichen Chancen bis zur 30. Minute nur 1:3 hinten lagen, hatten sie Torwart Patrick Galbraith zu verdanken, der sich bis Spielende Bestnoten verdiente. Nach einem Doppelpack von Christian Kretschmann kippte das Match zugunsten der Schwarz-Gelben. Mit diesem Dreier und hoffentlich vielen KEV-Fans im Rücken, kann die Mannschaft morgen im ersten Saisonduell gegen den rheinischen Erzrivalen DEG selbstbewusst antreten.

Die frühe Anreise war diesmal besonders wertvoll. Denn wegen einer Vollsperrung auf der A3 war das Team am Donnerstagabend erst um 22 Uhr eingetroffen. Gestern früh stand nach dem kurzen Warm-Up das Comeback von Marco Rosa fest, der wie in der CHL als Center der zweiten Reihe auflief. Als überzähliger Spieler saß Steve Hanusch gemeinsam mit dem dritten Torwart Patrick Klein auf der Tribüne. "Wir haben zuletzt immer mit sechs Verteidiger gespielt. So habe ich mit Norman Hauner noch eine Option für den Sturm", sagte Franz Fritzmeier zu seiner Aufstellung. Im Tor entschied er sich für Patrick Galbraith. Obwohl die Gastgeber nur fünf Verteidigern, darunter sogar ein Stürmer, aufbieten konnten und zuletzt drei Niederlagen kassierten, warnte der Krefelder Trainer davor, die Tigers zu unterschätzen: "Das ist ein angeschlagener Boxer, der sehr gefährlich ist. Ich vergleiche das mit dem Spiel gegen Iserlohn. Wir müssen die Anfangsphase überstehen."

Letzteres klappte ganz gut, weil vor allem Torwart Galbraith von Beginn an hellwach war und bis zur zehnten Minute bei vier Großchancen der Tigers glänzend zur Stelle war und einen frühen Rückstand verhinderte. Machtlos war der Däne dann in der 12. Minute, als ihm bei einem verdeckten Flachschuss von Oblinger die Sicht versperrt war. Vier Minuten später nutzte Connolly einen Stellungsfehler von Kevin Orendorz zum 2:0. Trainer Fritzmeier kochte an der Bande vor Wut und ließ seinen Youngster auf der Bank schmoren. Für ihn schickte er Lukas Koziol in Reihe vier, für den im zweiten Sturm Daniel Pietta und Marcel Müller Doppelschichten fuhren. Sekunden nach dem Mittelbully setzte Dragan Umicevic einen Abpraller in die Maschen. Das zweite Drittel begann wie das erste. Straubing war die bessere Mannschaft und nutzte sechs Minuten nach Wiederbeginn erneut eine Schwäche in der Krefelder Abwehr zum 3:1. Es dauerte wieder gut zehn Minuten, ehe die Pinguine das Match wieder ausgeglichen gestalten konnten, und wie. Erst überlistete Christian Kretschmann Torwart Climie mit einem verdeckten Distanzschuss, dann fiel dem Center der vierten Sturmreihe knapp drei Minuten später der Puck nach einem abgeprallten Schuss von Mike Little genau auf den Schläger und sorgte am kurzen Pfosten freistehend für den Ausgleich.

Mit ihrem dritten Überzahlspiel eröffneten die Pinguine das Schlussdrittel, und wie. Neunzehn Sekunden nach dem ersten Bully traf Müller mit einem durchaus haltbaren Schuss. Nur 36 Sekunden später sah Torwart Climie erneut schlecht aus, als er am kurzen Pfosten einen Schuss vom Mike Collins aus spitzem Winkel passieren ließ. Und auch Collins hatte wie zuvor Kretschmann Lust auf einen Doppelpack. Seinen ersten Schuss konnte Climie noch abwehren. Bei seinem Nachschuss stand Collins bereits seitlich hinter der Torlinie. Der Puck prallte vom Rücken des Torwarts in die lange obere Ecke. Das war die frühe Vorentscheidung, weil Galbraith den Tigers in Unterzahl mit einer Glanzparade endgültig die Krallen stutzte. Als Torwart Pätzold, der für Climie ins Spiel kam (46.), das Eis schon sehr früh verlassen hatte, sorgte Marc Mancari für den Endstand.

Quelle: RP
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