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Krefeld Pinguine
Pinguine schließen Offensiv-Planungen mit Rosa-Verpflichtung ab

Krefeld Pinguine: Pinguine schließen Offensiv-Planungen mit Rosa-Verpflichtung ab
Da waren sie noch Gegner, ab kommenden Saison sind sie Mitspieler: Herberts Vasiljevs (links) wird im Spiel gegen Wolfsburg von Pinguine-Neuzugang Marco Rosa verfolgt. FOTO: Lammertz
Krefeld. Mit dem 34 Jahre alten Zugang von den Grizzlys Wolfsburg dürften die Planungen für den Angriff weitestgehend abgeschlossen sein. In der Abwehr ist dagegen noch eine Planstelle offen. Von Josef Hermanns und Oliver Schaulandt

Die Krefeld Pinguine haben am Dienstag wahrscheinlich ihre Planungen für die kommende Eiszeit für die Offensivabteilung abgeschlossen. Gestern gaben die Schwarz-Gelben die Verpflichtung von Angreifer Marco Rosa bekannt. Der 34 Jahre alte Kanadier wechselt vom Ligakonkurrenten Grizzlys Wolfsburg in die Seidenstadt. Dort erzielte er in 129 Partien 30 Tore und verbuchte 60 Assists. Zuvor war der Center bereits in der American Hockey League (AHL) erfolgreich. Hier ging Rosa zwischen 2005 und 2011 gleich für fünf Vereine auf Torejagd, aus 353 Spielen gingen 76 Treffer und 127 Vorlagen hervor. "Ich werde in Krefeld mein Allerbestes geben. Leider habe ich mir in der vergangenen Saison die Hand gebrochen und musste für ein halbes Jahr aussetzen. Ich bin heiß, alles zu tun, was meinem Team zum Sieg verhilft und freue mich darauf, in der nächsten Saison mit den Pinguinen zusammen Großes zu erreichen", sagte Rosa, der in Wolfsburg auch gut fürs Klima im Team gewesen ist: Er war in der vergangenen Saison der "Kabinen-DJ".

Klingt viel versprechend, und daher sind die Verantwortlichen der Pinguine über die Neuverpflichtung auch entsprechend glücklich. "Marco stand mit Wolfsburg 2015 im Halbfinale und im vergangenen April sogar im Finale und wird eine tolle Verstärkung für uns sein", sagt der Sportliche Berater, Rüdiger Noack. Und Chefcoach Franz Fritzmeier ergänzt: "Es ist uns gelungen, einen weiteren Topspieler nach Krefeld zu holen. Marco wird die zweite Centerposition übernehmen, ist sehr erfahren und charakterstark."

Wer nun an Marco Rosas Seite in der zweiten Reihe spielen ist, ist freilich noch offen. Denkbar wären auf den Außenpositionen Mark Mancari und Norman Hauner; in der ersten Reihe könnten dann neben Center Daniel Pietta und Außenstürmer Marcel Müller vielleicht Kevin Orendorz oder Martin Schymainski spielen. Die beiden Letztgenannten sind aber auch Kandidaten für die dritte Reihe, für die vermutlich Herberts Vasiljevs und Mike Collins gesetzt sind. Bleiben für die vierte Reihe noch Center Christian Kretschmann, und um die beiden Außenpositionen kämpfen Lukas Koziol, Patrick Klöpper und Mike Mieszkowski.

Während es im Sturm aussieht, als seien die Reihen komplett, ist in der Abwehr noch eine Planstelle offen. Klappt's mit der Verpflichtung von Kyle Klubertanz von den Nürnberg Ice Tigers, hätten die Pinguine neun Verteidiger in ihren Reihen, darunter sind allerdings auch die beiden Jungspunde Mike und Tom Schmitz. Auffällig: In diesem Jahr haben die Pinguine bei ihren Zugängen Wert darauf gelegt, Spieler mit DEL-Erfahrung in den Kader zu holen. Das hat den Vorteil, dass die Eingewöhnungsphase an die Liga quasi entfällt, weil sich kein Spieler mehr von der kleinen auf die große Eisfläche umstellen muss - in Übersee haben die Eisflächen bekanntlich andere Abmessungen.

Keinen Zugang gab und gibt es im Tor, wo sich der Däne Patrick Galbraith und Mike Klein den Job teilen werden. Ziemlich abgeschrieben hat Rüdiger Noack offenbar die Rückkehr von NHL-Star Christian Ehrhoff. "Christian ist natürlich immer eine Option. Aber ich weiß, dass er gerne noch in der NHL spielen möchte, und ich bin mir sicher, dass er dort auch einen Verein findet", sagte Noack.

Quelle: RP
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