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Krefeld Pinguine
Pinguine starten nach der Pause durch

Krefeld Pinguine: Pinguine starten nach der Pause durch
Einen Luftkampf um den Puck liefern sich hier der Ingolstädter Kapitän Patrick Köppchen und Krefelds Verteidiger Nick St. Pierre (re.). FOTO: Thomas Lammertz
Del. Die Krefelder gewannen am Freitagsbend ihr Heimspiel gegen Vizemeister ERC Ingolstadt verdient mit 2:1 und sind auf eigenem Eis nun schon drei Mal ungeschlagen. Duba hielt am Ende den Sieg fest. Am Sonntag geht's nach Mannheim. Von H.-G. Schoofs

Auf der Zielgraden der DEL-Hauptrunde sorgen die Pinguine als Schlusslicht der Liga weiter für Furore und bezwangen Freitagabend den insgesamt enttäuschenden Vizemeister ERC Ingolstadt mit 2:1. Dank einer sehr guten geschlossenen Mannschaftsleistung und einem starken Tomas Duba im Tor verließen die Schwarz-Gelben als verdienter Sieger das Eis. "Oh Duba, du bist ein Krefelder", schallte es nach Spielende von den Rängen. Es gibt derzeit eigentlich keinen Grund, dass der Tscheche in der kommenden Saison nicht die Nummer eins bleibt.

Es ist gerade mal zwei und drei Jahre her, als sich beide Teams im König-Palast jeweils gegen Saisonende packende Play-off-Duelle lieferten. Jetzt war es für die Pinguine nur noch ein Schaulaufen mit Werbung für die letzten beiden Heimspiele. Für die Panther ging es ums nackte Überleben. Denn auch dem Vize-Meister droht das frühe Ende der Eiszeit. Die mitgereisten Gästefans haben den Sündenbock für die sportliche Talfahrt bereits ausgemacht: "Mit Ehrenberger ins Verderben", stand auf einem Transparent geschrieben.

Die Krefelder knüpften nahtlos an die beiden guten Vorstellungen vor der Länderspielpause an. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Match mit guten Torchancen auf beiden Seiten. Die erste große Einschussmöglichkeit hatte Kubalik, der bei einem Alleingang am glänzend postierten Torwart Tomas Duba scheiterte (6.). Die ganz große Möglichkeit zur Führung ergab sich für die Schwarz-Gelben für 56 Sekunden bei einer doppelten Überzahl. Lediglich ein Schuss von David Fischer, der am Freitag Geburtstag (28) hatte, sprang dabei heraus. Als die ersten Zuschauer bereits auf dem Weg zum Pausen-Snack waren, angelte sich Steve Hanusch, der nach RP-Informationen seinen Vertrag verlängert hat, den Puck im gegnerischen Drittel und überlistete den bis dahin sehr sicheren Torwart Pielmeier mit einem haltbaren Schuss (20.). Der Meister-Goalie der Panther sah auch kurz nach Wiederbeginn ziemlich unglücklich aus, als Mark Hurtubise einen Distanzschuss von Thomas Supis leicht abfälschte (24.). Sechs Minuten später jubelten die KEV-Fans schon wieder, aber vergeblich. Denn die Schiedsrichter erkannten den Treffer von Herberts Vasiljevs nach Videobeweis wegen Torraumabseits nicht an. Zwischenzeitlich hatte Oliver Mebus die erste Strafe gegen Krefeld kassiert. Dabei verhinderte Torwart Duba gegen Greilinger den Ausgleich. Auch ihre zweite Unterzahl überstanden die Pinguine ohne Probleme. Als Nick St. Pierre von der Strafbank zurückkehrte, vergab er eine gute Torchance zum 3:0. Die Panther blieben bis zur zweiten Pause ziemlich zahm. Für Kyle Sonnenburg kam im ersten Drittel schon das Aus. Bei einem Bandencheck von Schopper zog er sich eine leichte Schädelprellung zu.

Zu Beginn des Schlussdrittels erweckten die Gäste doch noch den Eindruck, etwas reißen zu wollen. Laliberte tauchte frei vor Duba auf. Den ersten Schuss wehrte der Krefelder Torwart ab, der Nachschuss prallte gegen den Pfosten. Das war allerdings nur ein Strohfeuer. Die Pinguine, die jetzt nur noch mit drei Reihen agierten, hatten leichtes Spiel, den Zweitorevorsprung zu halten und versuchten zu kontern. Gefahr drohte erst wieder sieben Minuten vor dem Ende, als Scott Valentine auf die Strafbank musste. Und tatsächlich machte es Torjäger Buck mit dem Anschlusstreffer noch einmal spannend. Die Panther schärften ihre Krallen und nahmen 74 Sekunden vor Schluss ihren Torwart von Eis. Doch Duba hielt bei einer Chance von Barta den Sieg der Krefelder fest.

Quelle: RP
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