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Krefeld Pinguie
Pinguine verlieren Derby in Unterzahl

Krefeld Pinguie: Pinguine verlieren Derby in Unterzahl
Zweimal gingen die Pinguine gestern im Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG in Führung. Hier jubelt Daniel Pietta (vorne), nachdem Torjäger Marcel Müller (hinten verdeckt) mit seinem 15. Saisontreffer das 1:0 für die Krefelder erzielt hatte. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die Krefelder mussten sich gestern im Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG nach Verlängerung mit 2:3 geschlagen geben. Die Hausherren ließen ab dem zweiten Drittel zu viele Torchancen aus. Müller und Umicevic trafen. Von H.-G. Schoofs

Die Derbywoche der Wahrheit begann für die Pinguine gestern Abend im König-Palast mit einer Enttäuschung. Zweimal ließen sich die Krefelder innerhalb der regulären Spielzeit vom rheinischen Erzrivalen DEG eine Führung nehmen. Trotz zahlreicher Torchancen ab dem zweiten Drittel scheiterten die Schwarz-Gelben immer wieder am sehr guten Torhüter Niederberger oder gingen zu leichtfertig mit ihren Einschussmöglichkeiten um. In der Verlängerung mussten sie sich dann in Unterzahl geschlagen geben. Vor einer mageren Derbykulisse wurden in diesem traditionsreichen Straßenbahnduell wie schon so häufig in der jüngeren Vergangenheit Emotionen und Gänsehaut pur vermisst. Am Freitag steigt im KöPa bereits das nächste rheinische Duell, wenn die Kölner Haie zum zweiten Mal in dieser Saison zu Gast sind.

Das waren noch Zeiten, als in der Rheinlandhalle bei einem Derby gegen die DEG, egal an welchem Tag, keine Maus mehr unters Hallendach passte. Davon können die Pinguine und ihre ganz treuen Fans heute nur noch träumen. Sogar noch 500 Zuschauer weniger als beim ersten Gastspiel der DEG Ende September fanden den Weg in den König-Palast.

Die gekommen waren, erlebten einen Auftakt nach Maß der Hausherren. Einen harten Pass aus dem eigenen Drittel von Kurt Davis berührte Marcel Müller nur mit der Schlägerspitze. Der Puck prallte von der Bande vors DEG-Tor. Müller reagierte blitzschnell und versetzte Torwart Niederberger. Der Rückstand schockte die Gäste nicht. Sie hatten bis zur Pause mehr Spielanteile und auch die Mehrzahl der klareren Chancen. Doch Torwart Dimitri Pätzold war stets glänzend postiert. Die Krefelder hatten bei der ersten Überzahl des Spiels die Chance zum 2:0. Doch Müller scheiterte an Niederberger.

Ein für diese Saison typischer Krefelder Fehler im eigenen Drittel, diesmal von Alex Trivellato, kostete den Pinguinen die Pausenführung. Welsh bedankte sich und ließ Pätzold keine Abwehrchance.

Nach der Pause wurde das Match deutlich intensiver geführt. Besonders die Pinguine legten kämpferisch und läuferisch einen Zahn zu. Nachdem sie ihre erste Unterzahl ohne Probleme überstanden hatten, nutzten sie selber ihre zweite Überzahl durch einen sehr schön herausgespielten Treffer von Dragan Umicevic zur Führung (27.). Diesmal blieben die Schwarz-Gelben am Drücker. Martin Ness scheiterte bei Hälfte des Spiels an Torwart Niederberger. Dann entschied sich Pietta nach Zuspiel von Umicevic für einen Doppelpass, anstatt zu schießen. Der Puck fand aber nicht den Weg zum Schweden. Die DEG kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel zum erneuten Ausgleich, als Pätzold bei einem Distanzschuss von Ebner die Sicht versperrt war (37.). Plötzlich waren die Gäste am Drücker. Doch Pätzold verhinderte gegen Ebner den Pausenrückstand.

Die Krefelder kamen mit viel Schwung aus der Kabine. Knapp zwei Sekunden waren gespielt, da hatten die KEV-Fans bei Großchancen von St. Pierre und Umicevic den Torjubel auf den Lippen, leider vergeblich. Dann scheiterte Müller an Torwart Niederberger, der ab dem zweiten Drittel beste Düsseldorfer.

Auch bei der nächsten Überzahl wollte die erneute Führung der Pinguine nicht fallen. Beinahe hätte sich das in der 54. gerächt, als Pätzold mit einer tollen Parade gegen Machacek zu Stelle war. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. "Steht auf für den KEV", schallte es von den Rängen. Doch bis zum Ende der regulären Spielzeit gab es keinen Sieger.

25 Sekunden waren in der Verlängerung gespielt, da musste Pietta auf die Strafbank. DEG-Trainer Pellegrims nahm seine Auszeit und zeichnete seinen vier Spielern den Weg zum Sieg auf. Geduldig spielte sich das Trio den Puck zu. Nach 56 Sekunden kam Barta frei zu Schuss und ließ Torwart Pätzold keine Abwehrchance. Trotzdem wurden die Pinguine nach dem Ende von ihren Fans mit Applaus verabschiedet. Das war für die Mannschaft allerdings ein schwacher Trost.

Quelle: RP
 
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