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Krefeld Pinguine
Pinguine verpassen eine Überraschung

Krefeld Pinguine: Pinguine verpassen eine Überraschung
In dieser Szene konnte Mike Collins noch vom ehemaligen Krefelder Sinan Akdag am Torschuss gehindert werden. Später erzielt der Stürmer den Treffer zur 2:0-Führung der Pinguine. FOTO: Ruffler
Mannheim. Die Krefelder machten gestern in Mannheim dem Spitzenreiter das Leben sehr schwer und mussten sich am Ende sehr unglücklich mit 2:4 geschlagen geben. Die sehr gute Leistung lässt aber für das morgige Heimspiel hoffen. Von H.-G. Schoofs Berichtet Aus Mannheim

Bis zur 45. Minute lag gestern in der Mannheimer SAP-Arena die große Überraschung des 21. DEL-Spieltages in der Luft. Zu diesem Zeitpunkt führten die Pinguine als Tabellenletzter beim Spitzenreiter Adler Mannheim mit 2:1. Der Meisterschafts-Topfavorit wollte sich aber keine Blöße geben und drehte das Match allerdings etwas schmeichelhaft noch mit 4:2 zu seinen Gunsten.

Mit ein wenig mehr Glück im Abschluss wären die Krefelder sicher mit etwas Zählbarem nach Hause gefahren. So stand am Ende lediglich eine starke Defensivleistung mit einem sehr sicheren Torwart Patrick Klein im Rücken sowie jede Menge Kampf und Einsatzwillen der Schwarz-Gelben zu Buche. Wenn sie morgen im Heimspiel gegen den EHC München (erstes Bully 14.30 Uhr) an diese Leistung anknüpfen können, müsste mit der Unterstützung der KEV-Fans ein Sieg gelingen.

Der Arbeitstag begann für die Krefeld Pinguine mit einer Schrecksekunde. Beim Abschlusstraining bekam Scott Valentine eine Schlägerspitze ins Gesicht und verletzte sich am Auge. Der Mannschaftsbus machte dann am Uerdinger Krankenhaus einen Zwischenstopp und konnte den Kanadier nach kurzer Behandlung mitnehmen. Dafür fehlte jedoch Verteidiger Nick St. Pierre, der sich kurzfristig krank gemeldet hatte und dessen Einsatz wegen einer Prellung sowieso fraglich war. Auch Jeff Szwez blieb am Niederrhein zurück. Der Stürmer war zuletzt beim Spiel in Nürnberg bei Trainer Franz Fritzmeier in der 48. Minute in Ungnade gefallen und in die Kabine geschickt worden. Für ihn kehrte Norman Hauner nach überstandener Rückenverletzung ins Team zurück.

Die Mannheimer traten nach acht Heimsiegen in Folge mit breiter Brust an und übernahmen sofort die Regie. Doch die Pinguine agierten defensiv sehr kompakt und hatten bei einem Break durch Mike Collins die erste klare Torchance, doch Sinan Akdag konnte ihn mit einer sehr starken Abwehraktion am Torschuss hindern. Dann erwies Mike Mieszkowski seinem Team einen Bärendienst und streckte Brent Raedeke im Mannheimer Drittel mit einem rüden Bandencheck nieder. Schiedsrichter Haupt schickte den Krefelder sofort unter die Dusche. Das war nach den Spielen in Köln und Straubing bereits sein dritter vorzeitiger Spielausschluss. Damit ist er morgen gesperrt. Die Pinguine überstanden die Unterzahl gegen das beste Überzahlteam der Liga problemlos und nutzten ihre zweite Überzahl durch einen schön herausgespielten Treffer von Martin Schymainski zur Führung. Mannheims Torwart Ziffzer hatte beim 13. Saisontreffer des neuen Krefelder Torjägers keine Abwehrchance. Obwohl die Mannheimer auch in Unterzahl das beste Team der Liga sind, mussten sie zu Beginn des zweiten Drittels erneut mit einem Mann weniger einen Treffer hinnehmen. Diesmal konnte Collins abstauben. Der Amerikaner scheiterte wenig später erneut in Überzahl an Ziffzer. Fast im Gegenzug gelang den Hausherren mit einem Short-Hander der Anschlusstreffer. Als dann von beiden Team je ein Spieler auf der Strafbank saß, vergab Istvan Sofron eine Großchance zum 3:1 (34.).

Wenige Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, da hatten die gut 60 mitgereisten KEV-Fans den Torschrei auf den Lippen. Doch der Puck trudelte bei Krefelder Überzahl nach einem Schuss aus spitzem Winkel von Daniel Pietta am langen Pfosten vorbei. Als dann Andi Driendl in die Kühlbox musste, sorgte Akdag mit einem fulminanten Schlagschuss für den Ausgleich. Vom Mittelbully weg tauchte plötzlich Pietta frei vor Ziffzer auf, zielte aber genau gegen den Schoner des Mannheimer Torhüters.

Die Mannheimer Fans hofften nach dem Ausgleich auf ein Feuerwerk ihrer Mannschaft. Doch die Pinguine spielten munter mit. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Pinguine zweimal durch Herberts Vasiljevs an Torwart Ziffzer scheiterte. Drei Minuten vor dem Ende konnte Oliver Mebus Torjäger Mac Murchy nur per Foul am Torschuss hindern. Den fälligen Penatly verwandelte der Mannheimer zum Sieg. Als Klein sein Tor dann vorzeitig verlassen hatte, traf Rheault ins leere Tor.

Quelle: RP
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