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Krefeld Pinguine
Pinguine verschenken Sieg auf Strafbank

Krefeld Pinguine: Pinguine verschenken Sieg auf Strafbank
Die Krefeld Pinguine haben eine Pleite in Schwenningen kassiert. FOTO: Roland Sigwart
Del. Eishockey: Nach einer 5:3-Führung kassierten die Krefelder am Freitagabend in Schwenningen in den letzten zwei Minuten in Unterzahl den Ausgleich und unterlagen nach Verlängerung mit 5:6. Morgen ist der EHC München im KöPa zu Gast. Von H.-G. Schoofs Berichtet Aus Schwenningen

Kurz vor Spielende freuten sich die 30 mitgereisten KEV-Fans im Schwenninger Eisstadion bei einer 5:3-Führung ihrer Mannschaft schon über den zweiten Auswärtssieg in dieser Saison. Doch dann schlugen die Wild Wings in Überzahl innerhalb von 58 Sekunden noch zweimal zu und sicherten sich in der Verlängerung auch noch den Zusatzpunkt. Unfassbar, dass sich die Schwarz-Gelben in diesem Kellerduell noch zwei wichtige Zähler auf der Strafbank nehmen ließen. Jetzt heißt es, diese Enttäuschung schnell wegzustecken, denn morgen kommt mit dem EHC München einer der Titelanwärter in den König-Palast, der gestern sein Heimspiel gegen Iserlohn gewann.

Am Donnerstagabend waren die Pinguine im Schwarzwald eingetroffen und machten im 6000-Seelen-Dorf Geisingen Quartier, weil im 20 Autominuten entfernten Schwenningen kein Hotel frei war. Das herrliche Spätsommer-Wetter lud gestern nach dem Frühstück nicht gerade zu einem kurzen Abschlusstraining auf dem Eis ein. Bis zum Auftaktbully hatte sich Trainer Rick Adduono entschieden, abwechselnd Außenstürmer an die Seite von Mike Collins und Hendrik Eriksson zu stellen. Im Lager der Wild Wings knisterte es vor dem Spiel nur so vor Spannung. Genau wie Adduono hatte sein Schwenninger Berufskollege Helmut de Raaf mehr Torschüsse gefordert. Das nahm sich Danner Sekunden nach Spielbeginn zu Herzen, zielte aber freistehend genau auf den Brustkorb von Torwart Patrick Klein. Seine Vorderleute kamen glänzend ins Spiel und übernahmen das Kommando. Sie versuchten, den Wild Wings bereits in deren Drittel die Flügel zu stutzen. Das gelang vorzüglich und führte zu zwei Treffern. Erst stocherte Yared Hagos den Puck im Zweikampf zu Hendrik Eriksson, der Torwart Mac Donald mit einem platzierten Schuss ins kurze Eck keine Abwehrchance ließ (10.). Das war der erste DEL-Treffer des Schweden, dessen Erleichterung beim Jubeln deutlich zu sehen war. Vier Minuten später attackierten Eriksson und Collins erfolgreich. Der Puck kam zu Daniel Pietta, der Torwart Mac Donald mit einem harten Schuss durch die Schoner bezwang. Wenig später lief der Krefelder Kapitän alleine auf den neuen Schwenninger Goalie zu, scheiterte aber am Kanadier.

Das Mitteldrittel begannen die Schwarz-Gelben mit einer Reststrafzeit für Andi Driendl. Die überstand Krefeld zwar, doch kurz darauf gelang den Wild Wings durch den in dieser Woche verpflichteten Neuzugang Acton der Anschlusstreffer. Das gab seinem Team mächtig Auftrieb. Jetzt waren es die Gastgeber, die den Ton angaben und bei einer doppelten Überzahl durch Goc den Ausgleich erzielten. Statt nachzulegen, ließen die Wild Wings Pietta auf der rechten Seite ziehen, der den Puck schön auf Nick St. Pierre zurücklegte. Der Verteidiger brachte die Pinguine wieder in Führung. Sekunden vor der Pause war Klein bei einem abgefälschten Schuss machtlos. Im Schlussdrittel sahen die Krefelder nach einem Doppelschlag von Martin Schymainski wie der Sieger aus. Als Hagos seine dritte Strafe in diesem Spiel kassierte (57.) nahm das Unheil für die Pinguine seinen Lauf. Denn auch Weihager und St. Pierre mussten noch in die Kühlbox. Das waren teilweise dumme Strafen der Pinguine, aber auch einmal eine umstrittene Entscheidung. Die Wild Wings nahmen die Geschenke dankend an und sorgten noch für den Ausgleich. Weil Torwart Klein wenigstens noch den einen Punkt festhielt, ging es in die Verlängerung. Da Fischer zu weit nach vorne geeilt war, sorgten die Hausherren bei einer Zwei-gegen-Eins-Situation für die Entscheidung.

Quelle: RP
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