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Pinguine: Vom Laufsteg zur Niederlage

Lokalsport: Pinguine: Vom Laufsteg zur Niederlage
Torwart Patrick Klein gab gestern beim Auswärtsspiel in Düsseldorf, hier verhinderte er einen Treffer von Alexei Dmitriev, und am Samstag bei der Modenschau in St. Tönis auch auf dem Laufsteg eine gute Figur ab. FOTO: M.R./samla
Del. Eishockey: Die Krefelder mussten sich gestern Abend im Derby bei der Düsseldorfer EG mit 1:3 geschlagen geben. Torwart Patrick Klein hielt seine Mannschaft vor nur 6240 Zuschauern mit einer sehr guten Leistung lange im Spiel. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns Berichten Aus Düsseldorf

Achtmal in Folge konnten sich die Pinguine in Düsseldorf nach dem Spiel von ihren Fans feiern lassen. Diese tolle Serie endete gestern Abend mit einer 1:3-Niederlage. Vor nur 6240 Zuschauern, darunter gut 600 Anhänger der Schwarz-Gelben, kassierten die Krefelder dumme und zweifelhafte Strafen, die letztendlich verantwortlich für die zweite Saisonniederlage waren. Bester Akteur im Trikot der Pinguine war Torwart Patrick Klein, der sein bisher bestes Match für Krefeld bot. Insgesamt stand das Straßenbahnduell spielerisch nicht gerade auf sehr hohem Niveau. Die Auseinandersetzung war zwar spannend, aber geprägt von vielen Fehlern auf beiden Seiten.

Nach dem Heimsieg über Hamburg wagten sich die Pinguine am Samstag auf fremdes Parkett und gaben bei ihre Autogrammstunde bei "Otten menswear outlet" in St. Tönis bei einer Modenschau auch auf dem Laufsteg unter großem Beifall ihrer Fans eine gute Figur ab. Danach sah es gestern im ISS-Dome zunächst nicht aus. Bei einer zweifelhaften Strafe gegen Kyle Sonnenburg ging die DEG früh in Führung. Die Krefelder erholten sich gut von diesem Rückschlag und folgten den Anweisungen ihres Trainers. "Wir dürfen nicht so viele Gegentreffer kassieren wie am Freitag. Wir wollen aggressiv spielen. Der Schlüssel ist unsere Defensive, wir dürfen nicht soviel zulassen wie am Freitag im letzten Drittel", sagte der Coach vor dem Auftaktbully. Daher hatte die DEG nur optisch mehr vom Spiel. Für die Krefelder ergab sich bis zur Pause nur eine klare Torchance zum Ausgleich. Dabei scheiterte Henrik Eriksson an Torwart Niederberger. Auf der Tribüne verfolgte der neue Bundestrainer Marco Sturm das Geschehen. Der hatte am Morgen an der Brehmstraße einen 4:3-Sieg der KEV-Schüler gegen die DEG gesehen.

Torwart Patrick Klein gab gestern beim Auswärtsspiel in Düsseldorf, hier verhinderte er einen Treffer von Alexei Dmitriev, und am Samstag bei der Modenschau in St. Tönis auch auf dem Laufsteg eine gute Figur ab. FOTO: M.R./samla

Im zweiten Drittel nahm das Derby zwischen den rheinischen Erzrivalen so richtig Fahrt auf. Dabei gaben die Pinguine jetzt klar das Tempo vor und glichen durch einen Bauerntrick von Mike Collins aus. Wenig später traf Norman Hauner den Pfosten. Gegen Ende der zweiten 20 Minuten erhitzten sich die Gemüter. Als Mike Mieszkowski bei einem fliegenden Wechsel aufs Eis kam, prallte er mit Turnbull zusammen, der auf dem Eis liegen blieb. Die Düsseldorfer kochten vor Wut. Doch beide Akteure hatten Richtung Puck geschaut und sich gegenseitig nicht gesehen.

Fünf Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da konnten die Pinguine eine Überzahl nicht nutzen. Anschließend war das Match ziemlich zerfahren. Klare Torchancen gab es auf beiden Seiten nicht. Erst bei der dritten Strafzeit gegen Andreas Driendl, die allerdings umstritten war, kam Minard frei zum Schuss und ließ Torwart Klein keine Abwehrchance. Beim Versuch, noch den Ausgleich zu erzielen, wurden die Pinguine in der 57. Minute mit der Strafe gegen Christian Kretschmann durch eine weitere fragwürdige Entscheidung der Schiedsrichter gestoppt. Das nutzten die Düsseldorfer mit ihrem dritten Überzahltreffer eiskalt aus.

Quelle: RP
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