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Krefeld Pinguine
Pinguine: Werbung für die neue Eiszeit

Krefeld Pinguine: Pinguine: Werbung für die neue Eiszeit
Mit diesem Schuss ins Glück vorbei am ehemaligen NHL-Torwart Raymond Emery sicherte Stürmer Henrik Eriksson den Pinguinen am Sonntag in Mannheim beim Penaltyschießen den zweiten Punkt. FOTO: Binder
Del. Eishockey: Die Krefelder gelten beim Endspurt der DEL-Hauptrunde als Schreckgespenst für die Anwärter auf einen Play-off-Platz. Heute wollen sie den Eisbären Berlin das Leben schwer machen. Verteidiger Sonnenburg fällt vorerst aus. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Als die Pinguine am frühen Sonntagabend in Mannheim die SAP-Arena verließen, wurden sie von einer großen Schaar KEV-Fans so begeistert gefeiert, als hätten sie sich gerade mit ihrem Sieg gegen den Deutschen Meister die Teilnahme an den Play-offs gesichert. Davon können die treuen Anhänger schon lange nur noch träumen. Trotzdem mangelt es nicht an Sympathien für ihr Team. Als Tabellenletzter lassen sich die Schwarz-Gelben nicht hängen und spielen auf der Zielgeraden der Hauptrunde den Hecht im Karpfenteich. Und das mit guten Leistungen, die immer mehr den Eindruck bestätigen, dass der Trainerwechsel viel zu spät kam. System und Taktik von Franz Fritzmeier spiegeln sich seit ein paar Wochen nicht nur im Training auf dem Eis wider, sondern auch im Wettkampf. Nur an der schlechten Torausbeute kann der jüngste DEL-Trainer sehr schwer was ändern. Das bleibt bis zum Saisonende eine Frage der Qualität. Es müssen torgefährlichere Kontingentstürmer her. Die kosten Geld, was derzeit nicht in Sicht ist. Daher könnte vielleicht neben Mike Collins auch Henrik Eriksson in Krefeld bleiben. Da beide im Sommer aus unteren Ligen kamen, besteht im zweiten Jahr durchaus die Möglichkeit, dass der Knoten platzen wird. Mark Hurtubise ist sicher nicht besser als Hunter Bishop, der seine Qualität in Krefeld nicht richtig unter Beweis stellen durfte. Jetzt stehen für den Amerikaner beim HC Innsbruck in 33 Spielen 18 Treffer und zehn Assists zu Buche. Die Fans warten jedenfalls mit Spannung darauf, in welche Richtung die Personalpolitik der GmbH nach der Saison gehen wird. Besonders die Torwartfrage wird weiter heftig diskutiert. Bei Tomas Duba stehen die Zeichen immer mehr auf Abschied. Wie wird die sportliche Leitung das wohl den Fans nach dem 6. März erklären?

Bis dahin will die Mannschaft weiter mit guten Leistungen und Siegen Werbung für die neue Eiszeit machen. Bereits heute Abend (19.30 Uhr) bietet sich beim Gastspiel in Berlin die nächste Gelegenheit. "Die vier Siege in Folge haben uns reichlich Selbstvertrauen gegeben. In Berlin sind wir sicher nicht chancenlos. Aber wir müssen dort eine Topleistung bringen, wenn wir etwas mitnehmen wollen", sagte Daniel Pietta am Sonntag nach dem Spiel. Um Geld zu sparen, reist die Mannschaft erst heute an. Auch in der kommenden Woche geht es erst am Spieltag zum Duell bei den Hamburg Freezers. "Drei Spiele in fünf Tagen und die Reisestrapazen, das ist natürlich ein hartes Programm. Aber das haben wir uns ja auch selber eingebrockt, weil wir Tabellenletzter sind. Aber wir sind auch erst heute früh nach Mannheim gefahren und haben hier gewonnen", erklärte der Center der ersten Sturmreihe. Nur zum vielleicht entscheidenden Match um Platz 13 Freitag in einer Woche in Schwenningen reisen die Pinguine wieder am Vortag an.

Gestern bat Fritzmeier seine Spieler am frühen Mittag zu einer lockeren Trainingseinheit aufs Eis. Nicht dabei war Kyle Sonnenburg. Der Verteidiger fällt mit einer Schädelprellung vorerst aus und soll am Freitag leicht trainieren. Er war im Heimspiel gegen Ingolstadt vom Ex-Krefelder Benedikt Schopper mit dem Ellenbogen niedergestreckt worden. "Das war für mich eine klare Matchstrafe. Schiri Aicher hat mir nachher gesagt, Kyle wäre von einem eigenen Mann erwischt worden. Davon ist auf dem Video nichts zu sehen", erklärte Fritzmeier. Dass der Trainer nach dem Spiel auf der Pressekonferenz mit Schiri Aumüller so hart ins Gericht ging, hat den Verantwortlichen der DEL wohl nicht gefallen. Jedenfalls erhielt am Samstag Fritzmeier entsprechende Anrufe.

An Berlin haben die Pinguine in dieser Saison sehr gute Erinnerungen. Dort beendeten sie beim letzten Spiel unter der Regie von Trainer Rick Adduono mit einem 4:0-Erfolg eine lange Niederlagenserie.

Quelle: RP
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