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Krefeld Pinguine
Rick Adduono soll heute zurücktreten

Krefeld Pinguine: Rick Adduono soll heute zurücktreten
Die Fans der Krefeld Pinguine gaben am Sonntag in der Berliner Mercedes-Benz-Arena im Oberrang ein imposantes Bild ab und sorgten dafür, dass die Auseinandersetzung mit den Eisbären eine stimmungsvolle Angelegenheit wurde. Insgesamt hatten sich fast 800 Anhänger der Schwarz-Gelben mit dem Zug, Bussen und Privatautos auf den Weg an die Spree gemacht. FOTO: city-press
Krefeld. Bei den Krefeld Pinguinen herrschte am Montag großer Redebedarf. Die vorzeitige Trennung vom Trainer soll im beiderseitigen Einvernehmen vollzogen werden. Franz Fritzmeier hat seinen Vertrag bei den Kölner Haien aufgelöst. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Es war natürlich eine feuchtfröhliche Rückfahrt, die Fans und Spieler der Krefeld Pinguine am frühen Sonntagabend nach dem grandiosen 4:0-Sieg bei den Eisbären Berlin gemeinsam mit dem Sambazug antraten. "Das war hart und großartig zugleich, aber das kann ich nur einmal pro Saison durchhalten", sagte Martin Schymainski kurz nach Mitternacht nach der Ankunft in Krefeld. "Wo sind die Trainer?", fragten viele Fans, als sie durch den Zug liefen. Die saßen zu diesem Zeitpunkt bereits im Mannschaftsbus, der sie gemeinsam mit den grippegeplagten Spielern Christian Kretschmann und Thomas Supis zurück an den Niederrhein brachte. Wie es um die Zukunft von Rick Adduono und Reemt Pyka bestellt ist, wurde am Montag noch nicht entschieden. Es herrscht weiter großer Redebedarf bei den Verantwortlichen. Am Nachmittag soll erneut eine Gesprächsrunde stattgefunden haben. Dabei soll es um die Art und Weise der Trennung gegangen sein. Wird sich Adduono zum freiwilligen Rücktritt entscheiden?

Um die Mittagszeit herrschte am König-Palast jedenfalls eine gespenstige Ruhe. Reemt Pyka verließ die Katakomben und machte sich kommentarlos auf den Weg nach Hause. Auf die Frage, was aus ihm wird, zuckte er nur mit den Schultern. Norman Hauner telefonierte angeregt mit seinem Handy, um möglichen Fragen aus dem Weg zu gehen. Ansonsten war kein Spieler zu sehen, was angesichts der anstrengenden Rückfahrt verständlich war. Ausreichende Bettruhe war dringend erforderlich.

Da das Trainergespann im Sambazug nicht mitfeierte, war für die meisten Fans klar, dass zumindest Adduonos Uhr in Krefeld abgelaufen ist. Auf Fragen der Fans zuckten die Spieler nur mit den Schultern, obwohl es in den sozialen Medien entsprechende Hinweise gab.

Zweites Hauptthema war bei den KEV-Fans die beste Saisonleistung der Pinguine. "Die Jungs haben wie befreit aufgespielt", war von vielen Seiten schon in Berlin beim Verlassen der Arena zu hören. In der Tat war eindrucksvoll zu beobachten, wie einige Akteure auf dem Eis wahrlich explodierten. Besonders für David Fischer war das Schulterklopfen im Zug besonders groß, und das nicht nur wegen seines "Tor des Monats". Mit einem wahren Kunstschuss hatte er den Puck aus der Ecke hinter dem eigenen Tor mit der Rückhand ins Berliner Gehäuse befördert. Was der Amerikaner gemeinsam mit dem Kanadier Scott Valentine aus dem Weg räumte, war sehenswert.

Die 60 Minuten an der Spree waren ein deutliches Indiz dafür, dass der Zusammenhalt im Team stimmt und einige Akteure unter Adduono ihr Potenzial nicht ausschöpfen wollten oder konnten. Sicher wurden die Pinguine von den Berlinern vielleicht unterschätzt oder die Eisbären waren mit ihren Gedanken schon beim CHL-Spiel gegen den schwedischen Topklub Skelleftea AIK, für das Trainer Uwe Krupp am Sonntag Stammtorhüter Petri Vehanen schonte. Unterm Strich bleibt aber die Hoffnung, dass die Mannschaft unter der Regie eines neuen Trainers im Kampf um einen Play-off-Platz noch ein Wörtchen mitsprechen wird. Dass der neue Mann an der Bande Franz-David Fritzmeier heißen wird, ist wahrscheinlich. Am Montag löste der 35-jährige Tölzer bei den Kölner Haien seinen Vertrag als Co-Trainer von Niklas Sundblad auf. Am Nachmittag wurde er in Krefeld gesehen.

Quelle: RP
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