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Krefeld Pinguine
Starke Pinguine feiern erfolgreichen DEL-Start

Krefeld Pinguine: Starke Pinguine feiern erfolgreichen DEL-Start
Vor fast acht Wochen wurde bei Martin Schymainski (Nr. 88) Pfeiffersches Drüsenfieber festgestellt. Gestern stand er wieder auf dem Eis. FOTO: L. Strücken
Krefeld. Nach einem 0:2-Rückstand im Heimspiel gegen Mannheim war der Youngster Lukas Koziol beim 4:2-Sieg der Matchwinner. Von H.-G. Schoofs

Spannender, dramatischer und packender hätte der DEL-Auftakt in Krefeld kaum stattfinden können. Das erste Heimspiel der Pinguine war ein echter Appetithappen auf die Eiszeit 2016/17. Nach einer tollen Vorstellung im ersten Drittel mussten die Schwarz-Gelben ab der 21. Minute einem 0:2-Rückstand hinterher laufen. Mit einer eindrucksvollen Energieleistung drehten sie das Match gegen den großen Favoriten aus der Kurpfalz und setzten sich am Ende verdient mit 4:3 durch. Allerdings fand die Begegnung mit unschönen Jagdszenen und einem Hagel von Strafminuten ein Ende.

Am Morgen musste Franz Fritzmeier seine geplante Aufstellung ändern. Marco Rosa, der bereits am Mittwoch das Training wegen Adduktoren-Probleme abgebrochen hatte, musste nach dem Pre-Game-Skating passen. Erfreulich war dagegen das grüne Licht, dass die Teamärzte für das Comeback von Martin Schymainski gaben, der Rosas Platz in der zweiten Reihe einnahm. Ansonsten blieb es bei der erwarteten Marschroute des Trainers, der sieben Verteidiger und elf Stürmer aufs Eis schickte. Die sorgten vom Auftaktbully weg für großes Staunen auf den Rängen. Denn die Pinguine nahmen eindrucksvoll das Geschehen in die Hand und stutzen den Adlern mächtig die Flügel. Beinahe wäre Schymainski nach zwei Minuten die Führung gelungen. Doch Torwart Endras war am kurzen Pfosten zur Stelle. Der Führungstreffer lag weiter in der Luft, wollte aber bei Chancen von Kyle Sonnenburg und Marcel Müller nicht fallen. Auf der anderen Seite bekam Torwart Patrick Galbraith nicht viel zu tun. Erst als sich Kyle Klubertanz die erste Strafzeit des Spiels einhandelte, konnte er sich bei drei gefährlichen Schüssen auszeichnen.

Dem großen Staunen auf den Rängen folgte zu Beginn des Mitteldrittels außer im Mannheimer Fanblock das große Entsetzen. Binnen vier Minuten gingen die Mannheimer mit 2:0 in Führung. Dazwischen lag die erste Überzahl der Krefelder, bei der Müller mit einer Großchance genau auf Endras zielte. Nach Hälfte des Spiels hatte Tardif die Vorentscheidung für die Gäste auf dem Schläger. Doch bei seinem Alleingang scheiterte er an Galbraith. Trainer Fritzmeier nahm sofort seine Auszeit und hielt seinen Schützlingen bestimmt vor Augen, wie sie während der Vorbereitung gegen Wolfsburg und Iserlohn solche Rückstände weggesteckt hatten. Und er schickte nur noch drei Sturmreihen aufs Eis. Die überstanden eine Strafe gegen Nick St. Pierre und fanden wieder mehr Zug zum Tor. Als zwei Mannheimer für 32 Sekunden gemeinsam auf der Strafbank saßen, drängten die Pinguine auf den Anschlusstreffer. Gerade war ein Sünder wieder zurück, da setzte Daniel Pietta einen Abpraller in die Maschen. Kurz vor der zweiten Pause vergab Dragan Umicevic bei einem Alleingang die große Chance zum Ausgleich.

Die ersten zehn Minuten des Schlussdrittels waren arm an Höhepunkten. Erst als die Pinguine in Überzahl waren, lag ein Treffer in der Luft. Und den erzielte zum ersten Mal in einem DEL-Spiel Lukas Koziol (48.). Fünf Minuten später hätten die Pinguine das Spiel in Überzahl drehen können. Doch diesmal sprang nichts Zählbares heraus. Dann nutzten die Pinguine aber einen kapitalen Aufbaufehler der Mannheimer eiskalt aus, als Koziol einen Schuss am kurzen Pfosten unhaltbar ins Tor abfälschte. Adler-Coach Simpson nahm in Überzahl Torwart Endras vom Eis. Das nutzte Müller zum 4:2. Doch es wurde noch einmal spannend, als die Gäste verkürzten. Zu mehr reichte es nicht mehr. Stattdessen gab nach Spielende noch Boxeinlagen. Natürlich war der böse (David) Wolf beteiligt.

Quelle: RP
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