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Krefeld Pinguine
Starke Pinguine holen Auswärtsdreier

Krefeld Pinguine: Starke Pinguine holen Auswärtsdreier
Neuzugang Niklas Treutle gab gestern in Berlin gegen die Eisbären ein starkes Debut. FOTO: PIX-Sportfotos /Frank Ziegenruecker
Berlin. Dank ihrer bislang besten Vorstellung auf fremdem Eis gewannen die Krefelder gegen Rekordmeister Eisbären Berlin mit 3:1. Neuzugang Niklas Treutle ersetzte den Dänen Patrick Galbraith im Tor. Von Josef Hermanns und Oliver Schaulandt

Für die Krefeld Pinguine war die Fahrt in die Bundeshauptstadt erneut eine Reise wert. Die Fritzmeier-Schützlinge holten sich mit 3:1 gegen den deutschen Rekordmeister Eisbären Berlin hochverdient ihren ersten Auswärtsdreier in dieser Saison. Die Schwarzgelben lieferten dazu passend ihre beste Auswärtsleistung in dieser Saison ab und präsentierten sich wahrlich nicht wie ein Tabellenschlusslicht. Gestützt auf ihren neuen Torhüter Niklas Treutle, der den Vorzug vor dem Dänen Patrick Galbraith erhalten hatte, und einer starken Defensive ließen sie die Eisbären nicht richtig ins Spiel kommen und nutzten im Schlussdrittel zwei Überzahlspiele.

Trainer Franz Fritzmeier hatte seine Abwehr und seinen Angriff in gleicher Formation aufs Eis wie am Freitag im Heimspiel gegen Wolfsburg geschickt. Im Tor debütierte der am vergangenen Donnerstag verpflichtete Niklas Treutle. Patrick Galbraith saß als Back-up-Torwart auf der Bank. Patrick Klein war am Samstag nach Kassel gereist und spielte für die Huskies in der DEL 2. "Niklas Treutle bekommt heute einen Einsatz. Ich erwarte, dass sich Niklas und Patrick Galbraith bei uns gegenseitig pushen wie im Vorjahr Duba und Galbraith", sagte Franz Fritzmeier zu dieser Entscheidung vor der Partie. Der oberste Übungsleiter zeigte sich vor dem Match verhalten optimistisch und sagte: "Das ist hier natürlich eine schwere Aufgabe, aber wir haben am Freitag ein gutes Spiel gemacht und uns am Ende aber nicht belohnt. Wenn wir einfache Fehler vermeiden und die Scheibe schnell zum gegnerischen Tor bringen, können wir hier etwas mitnehmen."

Seine Schützlinge schienen gut zugehört zu haben. Bereits nach wenigen Sekunden hatte Dragan Umicevic nach Pass von Daniel Pietta die Führung auf dem Schläger, zielte aber am Tor der Berliner vorbei. Die beste Chance im ersten Drittel für die Pinguine hatte Norman Hauner in der fünften Minute, als er freistehend genau auf Torwart Petri Vehanen zielte. Dem Tor der Krefelder, in dem Treutle einen sehr sicheren Eindruck hinterließ, drohte auch nur selten Gefahr. Wenn es dann aber mal gefährlich wurde, war der neue Torhüter der Pinguine auf dem Posten. Er rettete zweimal gegen den derzeitigen DEL-Topscorer Nicholas Petersen (2. und 14. Minute). Auch als Daniel Pietta in der 6. Minute auf die Strafbank musste, stand die Defensive der Krefelder gut. Mit einem Überzahlspiel wusste Krefeld aber auch nicht viel anzufangen, so ging es torlos in die erste Pause.

Im zweiten Drittel nahm die Partie dann Fahrt auf, und die Torgelegenheiten häuften sich auf beiden Seiten. In der 23. Minute tauchte Marcel Müller vor dem Tor der Gastgeber auf, wurde aber im letzten Augenblick noch am Torschuss gehindert. Eine Strafe gegen Kevin Orendorz überstanden die Schwarzgelben unbeschadet und hatten in der 30. Minute dann selber einen Spieler mehr auf dem Eis, als Berlins Verteidiger Constantin Braun in die Kühlbox musste. Die Pinguine belagerten das Tor der Berliner, trafen aber nicht zu der zu diesem Zeitpunkt bereits verdienten Führung ins Tor. In der 34. Minute gab es noch mal eine Möglichkeit für die Hausherren, Kyle Sonnenburg rettete aber vor Jamie MacQueen. Dragan Umicevic scheiterte in der 37. Minute am Berliner Torhüter. Kurz vor Drittelende musste Krefelds Nick St. Pierre auf die Sünderbank. So gingen die Pinguine mit 101 Sekunden Restunterzahl ins letzte Drittel, ließen aber auch hier nichts anbrennen. In der 43. Minute bewahrte Treutle dann seine Mannschaft vor einem Rückstand, als er gegen Kyle Wilson gut parierte. Ihr drittes Überzahlspiel nutzte die Fritzmeier-Auswahl zur Führung. Dragan Umicevic setzte einen Abpraller ins Netz der Berliner (49.). Die Führung hatte aber nur knapp zwei Minuten Bestand. Niklas Treutle konnte einen satten Schuss von Jonas Müller zwar noch abwehren, war aber gegen den Nachschuss von Talbot machtlos. Die Pinguine zeigten sich aber nicht allzu überrascht, sondern blieben weiter im Vorwärtsgang. Mark Mancari traf mit einem harten Schuss durch die Schoner von Berlins Torhüter Vehanen zur erneuten Führung. Als Eisbär Julian Talbot vier Minuten vor dem Spielende in Kühlbox musste, nutzten das die Gäste zur endgültigen Entscheidung. Mark Mancari lenkte einen Schuss von Dragan Umicevic ins Tor. (58.) Berlins Trainer Uwe Krupp nahm sofort seine Auszeit und wenig später seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, die Pinguine ließen aber nichts mehr anbrennen und nahmen zur Freude der gut 100 mitgereisten Fans die Punkte mit an den Niederrhein.

Quelle: RP
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