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Weihnachtsgeschenk für die KEV-Fans

Lokalsport: Weihnachtsgeschenk für die KEV-Fans
Als Henrik Eriksson (Mitte) schon mit einem Knie auf dem Eis hockte, setzte er einen Abpraller zum 1:1-Ausgleich ins Wolfsburger Tor. FOTO: Thomas Lammertz
Del. Eishockey: Die Pinguine feierten gestern im Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg mit 5:2 den fünften Saisonerfolg auf eigenem Eis. Mit einem starken Torwart Klein im Rücken boten die Krefelder eine geschlossene Mannschaftsleistung. Von H.-G. Schoofs

Die Pinguine haben ihren Fans schon zwei Tage vor Heiligabend ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht: Im 16. Saisonheimspiel gelang den Krefeldern mit dem 5:2 gegen Wolfsburg der fünfte Sieg auf eigenem Eis. Damit belohnte sich die Mannschaft endlich für ihren großen Kampf und Einsatzwillen der vergangenen Spiele. Nach einem mäßigen Auftaktdrittel sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Match. Die Hausherren ließen sich diesmal nicht durch einen Rückstand aus der Fassung bringen. Sie boten bis zur letzten Minute mit taktischer Disziplin eine konzentrierte und engagierte Leistung. Jetzt können Fans und Mannschaft in Ruhe Weihnachten feiern. Am zweiten Feiertag geht es zum Auswärtsspiel nach Iserlohn.

Im vierten Heimspiel innerhalb von zehn Tagen waren die Ränge mit 3284 Besuchern dünn besetzt. Das lag auch am Gegner, denn die Wolfsburger locken nie viele Fans an. Sie selbst brachten aber mit ihrem "Samba-Bus" mehr Anhänger mit an den Niederrhein als sonst. So gab es keinen neuen Zuschauer-Minusrekord. Am 29. November waren gegen München fünf Fans weniger gekommen. Franz Fritzmeier änderte seine Aufstellung gegenüber dem Berlin-Spiel nur auf zwei Positionen. Im Tor stand wie angekündigt Patrick Klein. Henrik Eriksson nahm den Platz von Lukas Koziol ein, der als 13. Stürmer zum Kader gehörte. Wie gegen die Eisbären hatten die Pinguine nach wenigen Minuten die erste Großchance des Spiels. Doch Herberts Vasiljevs, der frei vor Torwart Vogl stand, bekam den Puck nicht unter Kontrolle. Zwei Minuten später bekamen Steve Hanusch und Oliver Mebus den Puck nicht aus der Gefahrenzone. Voakes bedankte sich und brachte die Grizzlys in Führung (7.). Die Pinguine behielten nach diesem Gegentreffer die Konzentration. Zwar blieben sie bei ihrer ersten Überzahl harmlos, doch kurz darauf setzte Eriksson einen Abpraller zum Ausgleich ins Netz (13.).

Knapp vier Minuten waren im zweiten Drittel gespielt, da zeigten die Grizzlys, warum sie derzeit das zweitbeste Überzahlteam der Liga sind und gingen durch Haskins wieder in Führung. Die Pinguine schlugen erneut schnell zurück. Vasiljevs, der ab dem zweiten Drittel mit Eriksson die Reihe tauschte, fälschte einen Schlagschuss von Kyle Sonnenburg unhaltbar ab (30.). Und es kam noch besser. Daniel Pietta schickte im eigenen Drittel nach einem Leichtsinnfehler der Gäste Martin Schymainski auf die Reise. Der enteilte Verteidiger Bina und bezwang Torwart Vogl mit einem harten Flachschuss. Das war bereits der 16. Saisontreffer des neuen Krefelder Top-Torschützen. Dass die Pinguine mit einer Führung in die Kabine gingen, hatten sie Torwart Klein zu verdanken, der bei einer Großchance von Voakes glänzend reagierte.

Die Pinguine werden sich beim Pausentee in der Kabine gewundert haben. Denn ihre Fans auf der Nordtribüne feuerten sie während dieser Zeit ununterbrochen an. Die Pinguine verpassten zu Beginn des Mitteldrittels in Überzahl die Belohnung. Fünf Minuten nach Wiederbeginn scheiterte Pietta bei einer schönen Einzelaktion an Vogl. Die KEV-Fans feuerten ihr Team weiter ununterbrochen an und konnten zwei Minuten später endlich jubeln. Vasiljevs erkämpfte sich hinter dem Wolfsburger Tor den Puck, der dann bei einem Abwehrversuch zu Nick St. Pierre kam. Der Verteidiger zog kurz hinter der blauen Linie ab und traf ins Schwarze. Die Gäste aus der Autostadt gaben noch einmal Gas. Haskins und Widding verfehlten das leere Tor, Furchner traf den Pfosten. Trainer Fritzmeier nahm seine Auszeit, um den Grizzlys etwas den Biss zu nehmen. Seine Schützlinge stemmten sich mit Erfolg gegen den Anschlusstreffer. "Der KEV ist wieder da", schallte es von den Rängen, als Wolfsburgs Torwart 107 Sekunden vor Schluss seinen Arbeitsplatz verließ. Schymainski traf noch ins leere Gehäuse. "Oh, wie ist das schön", sangen die Fans nach Spielende und feierten den zweifachen Torschützen Schymainski und Torwart Klein.

Quelle: RP
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