| 22.39 Uhr

2:7 gegen Schweden
Zwei Kölner halten Deutschland lange im Spiel

DEB-Team verliert 2:7 gegen Schweden
DEB-Team verliert 2:7 gegen Schweden FOTO: dpa, skm fdt
Köln. Nach dem Überraschungssieg gegen die USA kassiert die deutsche Mannschaft bei der Eishockey-Weltmeisterschaft einen ersten Dämpfer. Sie unterliegt gegen Favorit Schweden mit 2:7. Das Resultat fällt am Ende zu hoch aus. Von Thomas Schulze

Der zweite Favorit, auf den die deutsche Mannschaft traf, ließ sich nicht überraschen. Aber auch er hatte seine liebe Mühe mit dem Team von Bundestrainer Marco Sturm. Denn zwei Kölner hielten die Mannschaft 40 Minuten im Spiel. Patrick Hager und Philip Gogulla glichen die Führung der Schweden zwei Mal aus. Doch dann setzten sich die Skandinavier, für die Oliver Ekman-Larsson, Victor Rask, Linus Omar, Jonas Bordin, Gabriel Landeskog und William Nylander (2) trafen, in der mit 18.673 Zuschauern wieder ausverkauften Lanxess-Arena  verdient mit 7:2 (1:1, 3:1, 3:0) durch. Die bessere Mannschaft hat diesmal gewonnen, doch der Außenseiter  glänzte erneut mit großem Kampfgeist und war erneut 40 Minuten lang ein unangenehmer Gegner.

Erneut traf Deutschland auf eine Mannschaft, die besser ist und zu den stärksten der Welt gehört: Schweden. Das Drei-Kronen-Team hatte sein Auftaktspiel gegen Russland mit 1:2 nach Penaltyschießen verloren. "Sie werden bestimmt nicht mit zwei Niederlagen in das Turnier starten wollen", hatte Bundestrainer Marco Sturm vor dem Spiel gesagt und seine Mannschaft auf einen Sturmlauf der Skandinavier eingestellt.

Ehrhoff fehlt erneut

Das Tor hütete erneut Thomas Greiss, der beim 2:1-Sieg über die USA eine überragende Leistung gezeigt hatte. Sturm hatte zunächst offen gelassen, ob Greiss auch bereits 24 Stunden später erneut zwischen den Pfosten stehen werde. Doch der NHL-Keeper wollte spielen und Sturm ihn dann auch nicht daran hindern. Es fehlte aber erneut Kapitän Christian Ehrhoff, der an einer Oberkörperverletzung laboriert. Für ihn trug Dennis Seidenberg das "C" auf der Brust.

Keeper Greiss hatte erneut ausreichend Gelegenheit, seine internationale Klasse unter Beweis zu stellen – erstmals nach nur 93 Sekunden, als er einen Schuss von Ekman-Larsson parierte. Es war wahrlich nicht der letzte. Die Schüsse kamen nahezu im Sekundentakt auf seinen Kasten. Und auch einen dicken Schnitzer von Verteidiger Frank Hordler bügelte Greiss aus – auf ihn ist eben Verlass. In der siebten Minute klingelte es aber erstmals. Ekman-Larsson brachte den Favoriten in Führung. Die haushoch überlegenen Schweden drängten auf das 2:0 und hatten eine Vielzahl von Möglichkeiten, doch Deutschland nutzte eine seine wenigen Chancen. Patrick Hager, der bereits gegen die USA den Siegtreffer erzielt hatte, markierte in der 17. Minute den Ausgleich. Das Schussverhältnis von 22:5 für Schweden spiegelt das Anfangsdrittel durchaus wider.

Als unmittelbar nach Wiederbeginn Verteidiger Moritz Müller auf die Strafbank geschickt wurde, benötigten die Skandinavier lediglich 16 Sekunden, um durch Rusk in Führung zu gehen. Das war natürlich eine kalte Dusche, schlechter hätte der Mittelabschnitt nicht beginnen können. Doch die deutsche Mannschaft zeigte sich wenig beeindruckt und kam zurück. Ein Überzahlspiel nutzte der gebürtige Düsseldorfer Philip Gogulla zum erneuten Ausgleich (26.). Doch auch die Blau-Gelben ließen nicht locker und gingen noch vor der zweiten Pause zum dritten Mal in Führung. Omar (36.) fiel quasi mit der Scheibe ins Tor. Die Deutschen wähnten sich schon in der Kabine, als die Scheibe zwei Sekunden vor der Sirene dann zum vierten Mal im Netz zappelte. Das war bitter. Der Treffer von Brodin traf das Team ins Mark und bedeutete natürlich die Vorentscheidung.

Zehn Minuten vor dem Ende beseitigte Landeskog mit seinem Treffer auch letzte Zweifel am Sieg der Schweden.  Durch den Doppelschlag von Nylander (51./52.) fiel die Niederlage für das deutsche Team am Ende zu hoch aus. Sturm reagierte prompt und wechselte den Torhüter: Für Greiss kam Danny aus den Birken zwischen die Pfosten. Am Resultat änderte sich nichts mehr.

 
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