Butirskaja vor Wolschkowa: Eiskunstlauf-EM als Russische Meisterschaft
zuletzt aktualisiert: 18.01.2002 - 17:37Lausanne (rpo). Ohne nennenswertes Eingreifen der Konkurrenz machen die russischen Eiskunstläuferinnen den Titel bei der EM in Lausanne unter sich aus.
Nach dem Kurzprogramm führt Ex-Weltmeisterin Maria Butirskaja (Foto) vor Viktoria Wolschkowa und Titelverteidigerin Irina Slutskaja.
Die Vorjahresmeisterin kann damit aus eigener Kraft bei der Kür-Entscheidung am Samstag (13.30 Uhr) ihren letztjährigen Sieg nicht wiederholen.
Ein Sturz beim dreifachen Flip wurde der viermaligen Titelträgerin zum Verhängnis. Ihre Teamkolleginnen hingegen kamen fehlerfrei durch ihre Programme. Alle übrigen Läuferinnen dürften bei normalem Verlauf mit der Medaillenvergabe nichts mehr zu tun haben.
Erstmals seit Einführung der Kurzprogramme im Jahre 1973 war keine deutsche Läuferin mehr am Wettbewerb beteiligt. Die deutsche Vize-Meisterin Andrea Diewald aus München war nach einer katastrophalen Leistung bereits am Mittwoch in der Qualifikation ausgeschieden. Die nationale Titelträgerin Katharina Häcker ist noch zu jung für internationale Senioren-Wettbewerbe, die Mannheimerin wird die Deutsche Eislauf-Union (DEU) bei den Junioren-Weltmeisterschaften vertreten.
Noch während die Damen auf dem Eis waren, musste das deutsche Team einen weiteren Ausfall hinnehmen. Die Dortmunder Eistänzer Jill Vernekohl und Dimitri Kurakin konnten zur Kür-Entscheidung am Abend nicht mehr antreten. Die 21 Jahre alte Studentin war in der Nacht an einer Magen- und Darmgrippe erkrankt. Die deutschen Vize-Meister hatten nach den Pflichttänzen und dem Originaltanz unter 25 Tanzpaaren den 19. Platz belegt.
Damen, Stand nach dem Kurzprogramm: 1. Maria Butirskaja 1,0 Punkte, 2. Viktoria Wolschkowa 2,0, 3. Irina Slutskaja (alle Russland) 2,2, 4. Galina Maniaschenko (Ukraine) 3,2, 5. Silvia Fontana (Italien) 4,2, 6. Susanna Pöykiö 4,8, 7. Elina Kettunen (beide Finnland) 6,2, 8. Elena Liaschenko (Ukraine) 6,8, 9. Vanessa Gusmeroli (Frankreich) 7, 0, 10. Julia Sebestyen (Ungarn) 8,2, 11. Laetitia Hubert (Frankreich) 8,8, 12. Julia Lautowa (Österreich) 10,0, 13. Sarah Meier (Schweiz) 10,2, 14. Zuzana Babiakova (Slowakei) 11,4, 15. Mojca Kopac (Slowenien) 11,6.
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