Nawka/Kostomarow auf Gold-Kurs: Eiskunstlauf-WM: Winkler/Lohse swingen auf Medaillenkurs
zuletzt aktualisiert: 25.03.2004 - 18:22Dortmund (rpo). Das deutsche Eiskunstlauf-Paar Kati Winkler und Rene Lohse hat bei der Eiskunstlauf-WM in Dortmund einen temperamentvollen Tanz gezeigt. Zwar liegen sie nun auf Platz vier, dennoch "kann noch alles passieren".
Die Medaillenhoffnungen sind ein wenig geschrumpft. Nach einem geteilten dritten Platz nach der Pflicht nehmen die beiden Berliner vor der Kür-Entscheidung am Freitag (18.30 Uhr) Rang vier ein. Vor 3000 Zuschauern in der Westfalenhalle präsentierten die sechsmaligen deutschen Eistanz-Meister ein Medley aus Swing, Blues und Jive, mussten aber trotz Noten, die zwischen 5,3 und 5,8 Punkten lagen, Elena Gruschina und Ruslan Gonscharow aus der Ukraine an sich vorbeiziehen lassen. Auf Goldkurs tanzen die Europameister Tatjana Nawka und Roman Kostomarow aus Russland. Die Bulgaren Albena Denkowa und Maxim Stawiski nehmen nach wie vor die zweite Position ein.
Die Olympia-Achten von Salt Lake City, deren WM-Start wegen einer Knieverletzungs Lohse zeitweise fraglich gewesen war, gaben sich trotz des kleinen sportlichen Rückschlags optimistisch und zufrieden. "Ich habe mich auf dem Eis toll gefühlt, weil wir eine tolle Show für das Publikum gemacht haben", sagte die 30 Jahre alte Winkler, ihr gleichaltriger Partner ergänzte: "Wir sind gar nicht traurig, denn es gibt viele gute Paare, die ganz eng beieinander liegen." Trainer Martin Skotnicky war ebenfalls voll des Lobes: "Rang vier ist außergewöhnlich gut. Wenn sie in der Kür weiter kämpfen, kann noch alles passieren."
Reduzierung der Preisgelder
Am Rande der WM schloss derweil Ottavio Cinquanta, Präsident des Weltverbandes ISU, eine Reduzierung der Preisgelder bei internationalen Meisterschaften nicht mehr aus. Die diesjährigen Welttitelkämpfe sind mit insgesamt rund einer Million Dollar dotiert. Hintergrund dieser Überlegungen sind die reduzierten Garantiesummen aus den neu ausgehandelten Fernsehverträgen mit Europa, Asien und Kanada. Die Gespräche über einen TV-Kontrakt für den US-Markt mit dem Spartensender ESPN sind überdies noch nicht abgeschlossen. Branchenkenner schätzen, dass die Einnahmeverluste bis zu 75 Prozent betragen könnten.
Bezüglich des neuen Wertungssystem, das in dieser Saison im Grand Prix getestet wurde, zeigte sich der Italiener positiv überrascht: "Die Reaktionen der Beteiligten waren erfreulich. Auch das IOC ist von uns darüber bereits informiert worden." Endgültig abgesegnet werden müssen die reformierten Wertungsvorschriften, die eine Abschaffung der Höchstnote 6,0 beinhalten, mit Zwei-Drittel-Mehrheit im Juni beim ISU-Kongress im niederländischen Scheveningen.
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