Monique Garbrecht-Enfeldt Zweite: Eisschnelllauf: LeMay-Doan macht Weltcup-Sieg perfekt
zuletzt aktualisiert: 08.03.2002 - 16:37Inzell (rpo). Die Kanadierin Catriona LeMay-Doan hat am Freitag in Inzell vorzeitig den Gewinn des 500-m-Weltcups der Eisschnellläuferinnen perfekt gemacht. Nur um eine Hundertstel-Sekunde geschlagen, belegte die Berlinerin Monique Garbrecht-Enfeldt den zweiten Platz.
Die Olympiasiegerin siegte in 38,60 Sekunden. Mit dem 20. Streckenerfolg in Folge seit Januar 2000 verbuchte sie zugleich vorfristig die 14 000 Dollar Preisgeld für ihren insgesamt fünften Gesamt-Triumph (4 x 500/1 x 1000 m) im Weltcup.
"Ich wollte nochmal angreifen, nachdem ich in der Vorwoche den Weltcup in Oslo ausgelassen hatte. Schade, dass es nicht ganz geklappt hat, LeMay zu schlagen", meinte Monique Garbrecht. Auch Sabine Völker war nicht traurig, dass sie mit dem achten Rang (39,20) ihren zweiten Platz im Weltcup-Klassement nicht halten konnte. Die Erfurterin, die am vorigen Wochenende bereits den Gesamtsieg auf der 1000-m-Distanz perfekt gemacht hatte, rutschte vor dem abschließenden Rennen an gleicher Stelle auf Position drei hinter der Russin Swetlana Schurowa (38,91) ab.
"Ich habe seit Olympia drei Kilo abgenommen, mir fehlte einfach die Suppe. Ich habe zum Saisonende einfach keine Schnellkraft mehr, bin völlig ausgepowert. Aber den dritten Rang möchte ich nun im letzten Rennen schon verteidigen", meinte die 28-jährige Thüringerin, die in den zurückliegenden Tagen für ihre drei Olympiamedaillen ausgiebig gefeiert worden war.
Die großen Rivalinnen Claudia Pechstein und Anni Friesinger pausierten zum Auftakt. Sie treffen am Samstag über 1500 m aufeinander. Anni Friesinger, für die das Weltcup-Finale ein Heimspiel ist, hatte mit ihrer Siegesserie vor Olympia bereits beide Weltcups über 1500 m und 3000/5000 m auf ihr Konto gebracht.
Bei den Herren kam der Berliner Michael Künzel in 36,52 Sekunden auf Platz 16. Der Sieg ging an den Japaner Toyoki Takeda, der in 35,57 den Kanadier Mike Ireland um 0,02 Sekunden auf Platz zwei verdrängte. Im Weltcup führt vor dem letzten Rennen am Samstag weiter der Olympia-Pechvogel Jeremy Wotherspoon aus Kanada, der in 35,65 Fünfter wurde.
Der Langstrecken-Weltcup der Herren bleibt im Besitz des Niederländers Gianni Romme. Mit seinem zweiten Platz in Inzell hinter dem Norweger Eskil Ervik (6:36,00) durfte er den Cup zum insgesamt vierten Mal und zum dritten Mal in Folge in Empfang nehmen. Der bei Olympia enttäuschende Chemnitzer Frank Dittrich kam nur auf Platz zwölf. Damit ist weiter offen, wer den einzigen deutschen WM- Startplatz besetzen wird. Die Entscheidung will die Verbandsführung bis Sonntag fällen.
Ergebnisse Eisschnelllauf-Weltcup in Inzell:
Damen, 500 m:
1. Catriona LeMay-Doan (Kanada) 38,60 Sekunden 2. Monique Garbrecht-Enfeldt (Berlin) 38,61 3. Swetlana Schurowa (Russland) 38,91 4. Andrea Nuyt (Niederlande) 38,92 5. Sayuri Osuga (Japan) 39,10 6. Tomomi Okazaki (Japan) 39,13 ... 8. Sabine Völker (Erfurt) 39,20 10. Jenny Wolf (Berlin) 39,28
B-Gruppe: 1. Pamela Zöllner (Berlin) 39,79
Stand im Weltcup nach 9 von 10 Rennen:
1. Catriona LeMay-Doan (Kanada) 700 Punkte 2. Swetlana Schurowa (Russland) 564 3. Sabine Völker (Erfurt) 520 ... 7. Monique Garbrecht-Enfeldt (Berlin) 307
Herren, 500 m:
1. Toyoki Takeda (Japan) 35,57 Sekunden 2. Mike Ireland (Kanada) 35,59 3. Dmitri Lobkow (Russland) 36,62 4. Jan Bos (Niederlande) 35,63 5. Kyu-Hyuk Lee (Südkorea) und Jeremy Wotherspoon (Kanada) je 35,65 ... 16. Michael Künzel (Berlin) 36,52
B-Gruppe: ... 6. Andreas Behr (Erfurt) 36,69 ... 13. Jan Waterstradt (Berlin) 37,33
Stand im Weltcup nach 9 von 10 Rennen:
1. Jeremy Wotherspoon (Kanada) 600 Punkte 2. Casey Fitzrandolph (USA) 535 3. Mike Ireland (Kanada) 478
5000 m:
1. Eskil Ervik (Norwegen) 6:36,00 Minuten 2. Gianni Romme (Niederlande) 6:37,82 3. Derek Parra (USA) 6:39,79 4. Pawel Zygmunt (Polen) 6:41,90 5. Keiji Shirahata (Japan) 6:42,32 6. Oystein Grödum (Norwegen) 6:42,63 ... 12. Frank Dittrich (Chemnitz) 6:44,63
B-Gruppe: ... 2. Marco Weber (Chemnitz) 6:40,68 ... 8. Danny Leger (Erfurt) 6:46,33 ... 10. Jens Boden (Dresden) 6:47,96
Endstand im Weltcup nach 7 Rennen (ein Streichwert):
1. Gianni Romme (Niederlande) 460 Punkte 2. Bob de Jong (Niederlande) 340 3. Carl Verheijen (Niederlande) 291 ... 7. Frank Dittrich (Chemnitz) 240
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