Sprint-Weltcup in China: Eisschnelllauf: Platz vier für Garbrecht-Enfeldt
zuletzt aktualisiert: 11.12.2004 - 14:26Harbin (rpo). Ihren 36. Geburtstag hatte sich Monique Garbrecht-Enfeldt anders vorgestellt. Beim Sprint-Weltcup im chinesischen Harbin verfehlte die Weltmeisterin über 1000 m in 1:18,71 Minuten knapp einen Platz auf dem Podium. Wie zuletzt im japanischen Nagano blieb der Berlinerin nur Platz vier, der ihr die Feierlaune nahm.
"Zum Feiern ist uns nicht zu Mute. Wir konzentrieren uns jetzt ganz auf Sonntag", meinte ihr Trainer Thomas Schubert, nachdem die Top-Läuferin nur elf Hunderstel hinter Platz drei zurückgeblieben war. Siegerin wurde die Weißrussin Anschelika Kotjuga (1:18,16). "Der Abstand zur Spitze ist noch relativ gering, das lässt auf eine Leistungssteigerung hoffen", meinte Schubert.
Mit der Leistung seiner Top-Läuferin über ihre Spezialstrecke war der Trainer dennoch zufrieden. "Am Ende fehlte nur das Glück, um ganz noch oben zu kommen", meinte Schubert, der eine frühe Bettruhe anordnete und für Sonntagabend eine mögliche Nachfeier in Aussicht stellte: "Vielleicht ist ja dann auch endlich eine Medaille zu begießen. Das wäre umso schöner."
Fehler über 500 m
Während auf der 1000-m-Strecke das Glück nicht mitspielte, erlaubten sich die Damen über 500 m einige Fehler. Erneut mangelte es im Startbereich an der nötigen Spritzigkeit, die verlorenen Zehntel konnten in der Kurve nicht herausgelaufen werden. Garbrecht-Enfeldt fuhr auf Platz acht (39,22 Sekunden), Vereinskollegin Jenny Wolf (Berlin) musste sich auf ihrer Spezialstrecke sogar mit Rang zehn begnügen (39,26). Pamela Zöllner lief im B-Lauf die zweitschnellste Zeit (40,02), während Monique Angermüller (Berlin/40,70) hier Achte wurde.
Die deutschen Männer blieben in China wie schon eine Woche zuvor in Japan Mittelmaß. Lediglich über die erstmals in dieser Saison beim Weltcup gelaufenen 100 m gab es durch Jan Waterstradt (Berlin) einen Hoffnungsschimmer. Der deutsche Meister lief in 9,77 Sekunden auf Platz fünf. Jenny Wolf erfüllte in 10,63 Sekunden über 100 m die Erwartungen und wurde Sechste.
Auf der 500-m-Strecke sorgte der Finne Pekka Koskela für ein Novum. Der Skandinavier sicherte sich in 35,38 Sekunden den Sieg und erzielte damit den ersten Weltcup-Erfolg Finnlands überhaupt.
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STATISTIK:
Eisschnelllauf, Sprint-Weltcup in Harbin, 1. Tag:
Frauen, 500 m: 1. Manli Wang (China) 38,73 Sekunden, 2. Anschelika Kotjuga (Weißrussland) 38,85, 3. Sayuri Osuga (Japan) 38,87, 4. Tomomi Okazaki (Japan) 39,12, 5. Shihomi Shinya (Japan) 39,14, 6. Sayuri Yoshii (Japan) 39,17, ... 8. Monique Garbrecht-Enfeldt (Berlin) 39,22, ... 10. Jenny Wolf (Berlin) 39,26, - B-Gruppe: 1. Shuang Zhang (China) 39,69, 2. Pamela Zöllner (Berlin) 40,02, 3. Chris Witty (USA) 40,10, ... 8. Monique Angermüller (Berlin) 40,70
Weltcupstand: 1. Wang 300, 2. Osuga 210, 3. Okazaki 210, 4. Kotjuga 164, 5. Shinya 160, 6. Yoshii 151, ... 8. Wolf 95, ... 10. Garbrecht-Enfeldt 82, ... 20. Zöllner 32, ... 33. Angermüller 1
Frauen, 1000 m: 1. Kotjuga 1:18,16, 2. Shannon Rempel (Kanada) 1:18,48, 3. Chiara Simionato (Italien) 1:18,60, 4. Garbrecht-Enfeldt 1:18,71, 5. Wang 1:18,80, 6. Witty 1:18,89, ... 18. Angermüller 1:20,82, 19. Zöllner 1:21,02 - B-Gruppe: 1. Aihua Xing (China) 1:20,22, 2. Willeke van Benthem (Niederlande) 1:20,42, 3. Na Sai (China) 1:20,53
Weltcupstand: 1. Simionato 270, 2. Wang 190, 3. Kotjuga 172, 4. Garbrecht-Enfeldt 165, 5. Yoshii 156, 6. Timmer 152, ... 16. Zöllner 52, ... 22 Angermüller 27
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