Sieg an Denkowa/Stawiski: Eistanz: Winkler/Lohse starten mit Rang drei
zuletzt aktualisiert: 09.11.2002 - 21:31Gelsenkirchen (rpo). Erfolgreicher Saisonstart für das deutsche Einstanz-Paar Kati Winkler und Rene Lohse: Beim Grand Prix in Gelsenkirchen belegten sie den dritten Rang. Dabei zeigten sie zum ersten Mal ihre neue Kür "Energy". Besser waren nur die Bulgaren Albena Denkowa und Maxim Stawiski sowie Galit Chait und Sergej Sachnowski aus Israel.
In futuristische silbrige Gewänder gehüllt, die Haare struppig gestylt, präsentierten sich die Schützlinge von Trainer Martin Skotnicky ein Jahr nach Lohses schwerer Knieverletzung an gleicher Stelle in guter Verfassung, verpassten aber wie schon in den Vorjahren ihren ersten Sieg in der Emscher-Lippe-Halle. Die bislang beste Platzierung der Olympia-Achten von Salt Lake City in Gelsenkirchen war Rang zwei im Jahre 1999.
Von Stagnation wollte die beiden Wahl-Oberstdorfer aber nichts wissen. "Wir sind voll motiviert, weil wir spüren, dass wir gut mithalten können. Wir sind auf einem guten Weg und richtig happy", sagte Lohse, der im Sommer nach einer Schulteroperation mehrere Wochen lang mit dem Training hatte aussetzen müssen. Nach einer Pause am kommenden Wochenende starten Winkler/Lohse anschließend beim Cup of Russia und der NHK-Trophy.
Gutes Debüt von Steinel/Zwetkow
Ein viel versprechendes Debüt im Senioren-Bereich gelang Miriam Steinel und Wladimir Zwetkow. Die ehemaligen deutschen Junioren-Meister aus München kamen auf Anhieb auf Rang sechs und lagen damit deutlich vor ihren nationalen Konkurrenten, Jill Vernekohl und Dimitri Kurakin aus Dortmund, die unter elf Tanzpaaren mit dem vorletzten Platz zufrieden sein mussten.
Zufriedener sein durfte dagegen Andrejs Vlascenko. Der Münchner lieferte vor 1500 Zuschauern ein fehlerfreies Kurzprogramm ab, scheute allerdings auch das letzte Risiko und wurde von den Junioren auf Rang fünf eingestuft. Gehandicapt von einer Oberschenkelzerrung hatte der gebürtige Russe darauf verzichtet, an den dreifachen Axel einen dreifachen Toe-Loop anzuhängen und sich statt dessen mit einer doppelten Rotation begnügt.
Souverän die Spitze eroberte Ex-Weltmeister Ewgeni Pluschenko, der ein makelloses Programm zelebrierte, vor seinem Landsmann Alexander Abt und dem Chinesen Chengjiang Li. Der ehemalige deutsche Meister Silvio Smalun aus Oberstdorf stürzte beim dreifachen Axel und fand sich vor der Kürentscheidung am Sonntag (13.20 Uhr) auf dem elften und letzten Platz wieder.
Die Japanerin Yoshie Onda hat den Damen-Wettbewerb gewonnen. Die 19-Jährige siegte am Samstag vor ihrer Teamkollegin Fumie Suguri und der Finnin Susanna Pöykiö. Die zweifache deutsche Meisterin Susanne Stadlmüller (Stuttgart) wurde Siebte, die Münchnerin Annette Dytrt Neunte und Letzte.
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