Deutsche fühlten sich benachteiligt: Eklat im Volleyball: Länderspiel gegen Finnland abgebrochen
zuletzt aktualisiert: 16.08.2002 - 20:35Forsa/Finnland (rpo). Weil sich die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft massiv durch den Schiedsrichter benachteiligt fühlte, kam es beim Länderspiel gegen Finnland zum Eklat. Im dritten Satz verließ die deutsche Auswahl aus Protest den Platz.
Die deutsche Mannschaft fühlte sich am Freitagabend in Forsa vom Schiedsrichter benachteiligt und setzte die Partie beim Stand von 1:1 Sätzen sowie einer 22:20 für Finnland nicht mehr fort. Grund war, dass der Unparteiische Bundestrainer Stelian Moculescu die Gelb-Rote Karte zeigte, so dass er die Halle hätte verlassen müssen. Bereits vorher hatte Moculescu die Gelbe Karte (Punkt für Finnland) und danach die Rote Karte gesehen, so dass er in diesem Satz nicht mehr coachen konnte.
In den Spielen zuvor hatte es einen Sieg und eine Niederlage für die deutsche Mannschaft gegeben. Im ersten Vergleich in Tampere gewannen die Gäste 3:1-Sieg, am Vortag setzte es in Vierumäki eine 1:3-Niederlage.
Moculescu hatte seine Mannschaft gegenüber der Weltliga personell stark verändert und testet im Hinblick auf die EM im kommenden Jahr im eigenen Land junge Spieler. Was seine erste Garnitur zu leisten vermag, hat er bei den 4 Siegen in der Weltliga gegen Atlanta- Olympiasieger Niederlande, den Olympia-Zweiten Russland und zum Abschluss bei 2 Erfolgen in Leipzig gegen Kuba gesehen. Im Vorjahr hatte es noch 12 Niederlagen gesetzt.
Nach den Vergleichen mit Finnland folgen ab nächsten Freitag drei Länderspiele in Kroatien. Danach nimmt die deutsche Auswahl vom 2. bis 6. September an einem Turnier in Tschechien teil, bei dem Bulgarien, Kroatien und Tschechien die Gegner sind. In Tschechien werden auch wieder die Berliner Marco Liefke und Frank Dehne zum Team gehören, denen der Coach eine Erholungspause verordnet hatte.
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