Auftakt des ATP-Tuniers: Elsner überraschte in Stuttgart - Vinck ausgeschieden
zuletzt aktualisiert: 17.07.2000 - 17:42Stuttgart (dpa). Jungprofi Daniel Elsner hat zum Auftakt des ATP- Turniers in Stuttgart für eine faustdicke Überraschung gesorgt: Der 21-jährige Münchner bezwang am Montag den spanischen Routinier Francesco Clavet mit 6:4, 4:6 und 6:3. "Das war ein großer Schritt nach vorne, ein Supersieg", freute sich der beim Deutschen Tennis- Bund (DTB) in Ungnade gefallene Elsner.
Die derzeitige Nummer 129 der Welt galt als eines der Toptalente in Deutschland und war 1997 in Wimbledon Junioren-Finalist. "Ich habe damals in jeder Zeitung gelesen, ich wäre der neue Boris Becker", erinnert sich Elsner. Aus disziplinarischen Gründen war er jedoch im vergangenen Jahr aus dem Leistungszentrum Hannover geflogen und trainiert nun auf eigene Kosten in Wien bei Günther Bresnik. "Der Kontakt mit dem DTB ist schon noch da, ich habe nichts persönlich gegen die Leute. Aber ich bin halt nicht mehr im Kader", meinte er.
Gegen den 31 Jahre alten Clavet verwandelte Elsner nach 1:51 Stunden seinen ersten Matchball. Nach einem hart umkämpften zweiten Satz war sein Break zum 4:2 im dritten Durchgang die Vorentscheidung. "Früher hätte ich dem verlorenen zweiten Satz nachgetrauert, diesmal bin ich ruhig geblieben", sagte der sympathische Bayer.
Für Christian Vinck (Halle/Westfalen, Foto oben) ist dagegen das Turnier schon beendet: Gegen den Marokkaner Younes El Aynaoui setzte es eine 1:6, 6:7 (8:10)-Niederlage. Als erster Spieler hatte Karol Kucera (Foto links) die erste Runde überstanden: Der zweimalige Stuttgart-Finalist aus Tschechien setzte sich gegen den Slowaken Slava Dosedel glatt mit 6:2, 6:1 durch.
Am Dienstag greift Tommy Haas (Hamburg) ins Turniergeschehen ein. Der Vorjahresfinalist trifft auf den Qualifikanten David Miketa aus Tschechien. "Den Name höre ich zum ersten Mal", räumte der Daviscup- Spieler ein. Im Vorjahr war er erst im Finale am Schweden Magnus Norman gescheitert. "Da hatte ich eine sehr, sehr gute Woche, aber es war am Ende sehr, sehr schmerzhaft. Ich fahre ja noch ein paar andere Autos, aber ich hätte so gerne den Mercedes gehabt. Aber vielleicht klappt es ja dieses Mal."
Der Leverkusener Björn Phau vom Mercedes-Junior-Team hat es in der ersten Runde ausgerechnet mit dem an Nummer eins gesetzten Norman zu tun, der nun auch die "Champions Race" anführt. Der Sieger trifft dann auf Elsner, der ebenso wie Phau mit einer Wildcard ins Hauptfeld des 22. Weissenhof-Turniers gekommen war.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











