Eiskunstlauf-WM: "Elvis the Dino" ist noch quicklebendig
zuletzt aktualisiert: 20.03.2001 - 11:00Vancouver (rpo). Für Elvis Stojko ist es die elfte Weltmeisterschaft, aber der Dino lässt sich nicht unterkriegen. Am Anfang des Jahres hatte selber nicht damit gerechnet, dass er noch ein Mal in die Weltspitze zurückkehren würde.
Kampf, Angriff, Offensive - der Laufstil des dreimaligen Weltmeisters, der am Tag bei der Kürentscheidung am Donnerstag (24.00 Uhr MEZ) 29 Jahre alt wird, war immer umstritten. Geradlinig, direkt, unmittelbar, bei dem sprungstarken Nordamerikaner wusste und weiß man genau, woran man ist. In Schönheit gestorben ist der kernige Stojko wahrlich noch nie.
Dass er nach Halifax 1990 und Edmonton 1996 zum dritten Mal Welttitelkämpfe im eigenen Land erleben darf, daran hatte sogar der stets selbstbewusste Stojko noch zu Jahresbeginn große Zweifel. Eine Achillessehnenreizung war gerade ausgeheilt, eine Knöchelprellung abgeklungen, da meldete sich das ansonsten aus dem Tennis bekannte Patellaspitzensyndrom im Knie. Doch auch diese Blessur ist überwunden, wie sich bei der Qualifikation zeigte, wo Stojko nach kleineren Patzern in seiner Gruppe Zweiter wurde.
Warum er immer noch dabei ist, sich Jahr für Jahr der immer jünger werdenden Konkurrenz stellt? "Ich liebe einfach das Eiskunstlaufen, das ist meine simple Antwort in einer immer komplizierteren Welt. Ich bin mit diesem Teil meines Lebens noch nicht fertig", begründet Stojko seine Ausdauer, die ihm seine Landsleute mit geradezu heldenhafter Verehrung danken. Kaum einen Schritt kann Stojko machen, ohne von Fans um Autogramme oder gemeinsame Fotos gebeten zu werden.
Doch bei aller Popularität ist dem im besten Sinne des Wortes schlichten Athleten der Rummel um seine Person stets fremd gewesen: "Ich bin auf dem Eis immer Elvis Stojko geblieben. In elf Jahren sind meine Philosophien zu einem Charakter zusammengewachsen."
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