Safin siegt in Taschkent: Erfolg in Brasilien: Titel für Seles
zuletzt aktualisiert: 16.09.2001 - 17:41Düsseldorf (rpo). Außer Spesen nichts gewesen hieß es für die deutschen Tennisprofis auch in der Turnierwoche nach den US Open. Während Thomas Haas pausierte und Nicolas Kiefer seinem ernüchternden Auftritt in New York eine Erstrunden-Niederlage in Taschkent folgen ließ, hielten sich Marat Safin und Jewgeni Kafelnikow in der usbekischen Hauptstadt für ihr Halbfinal-Missgeschick in Flushing Meadows schadlos.
Der an Nummer eins gesetzte Safin rang seinen in der Nähe von Karlsruhe wohnenden Landsmann, der im Viertelfinale den Bad Homburger Reiner Schüttler ausgeschaltet hatte, mit 6:2, 6:2 nieder und verteidigte seinen Vorjahrestitel.
Ihren 49. Turniersieg konnte Monica Seles bereits am Samstag (Ortszeit) in Brasilien feiern. Beim 625 000-Dollar-Turnier in Salvador bezwang die Amerikanerin Jelena Dokic mit 6:3, 6:3, die seit Anfang des Jahres wieder für ihr Geburtsland Jugoslawien und nicht mehr für Australien spielt. Für Monica Seles war es eine gelungene Rückkehr auf die WTA-Tour, nachdem sie in New York noch wegen einer Fußverletzung gefehlt hatte. "Ich hatte keine Chance; Monica hat vor allem ausgezeichnet aufgeschlagen", sagte Jelena Dokic. Monica Seles sagte erleichtert: "Endlich wieder ein Erfolgserlebnis." Zuletzt hatte die 27-Jährige, die bei den Australian Open im Viertelfinale stand und danach aus Verletzungsgründen kein Grand-Slam-Turnier mehr spielen konnte, im Februar in Oklahoma einen Titel geholt.
Dort wo er 1997 sein erstes Turnier gewonnen hat, will Nicolas Kiefer wieder einmal einen Neuanfang starten. "Ich hoffe auf eine Wildcard für Toulouse", sagte der 24-Jährige, der in dieser Woche in Hannover trainieren will und dann in der französischen Heimat seiner Mutter "angreifen" und sich aus dem Jammertal verabschieden will. "Ich fange zwar nicht bei Null an, aber von ganz unten", gestand er am Sonntag ein. Und einen Trainer, der zugleich "Respekts- und Vertrauensperson" sein soll, will er auch möglichst rasch finden. Die Planungen von Thomas Haas blieben derweil im Verborgenen. Es scheint, als wolle auch er noch pausieren wie sein Daviscup-Kollege David Prinosil.
Der Terroranschlag in New York führte auch den Tennisspielern die Realität vor Augen. Doch abgesagt wurde nicht einmal das Damen- Turnier in Waikoloa auf Hawaii (140 000 Dollar), wo am Sonntag die Französin Sandrine Testud und Wimbledon-Finalistin Justine Henin aus Belgien um den Sieg stritten. In Bukarest (400 000 Dollar) ruhte zumindest am Freitag der Spielbetrieb. Dafür wurden am Samstag auf dem roten Sand Viertel- und Halbfinale ausgespielt. Younes El Aynaoui aus Marokko setzte sich schließlich in einem Tiebreak-Krimi mit 7:6 (7:5), 7:6 (7:2) gegen den Spanier Albert Montanes durch. Im Endspiel von Salvador in Brasilien (400 000 Dollar) standen sich Lokalmatador Fernando Meligeni und der Tscheche Jan Vacek gegenüber.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











