Aus der Rundfahrt genommen: Erster Doping-Fall des 84. Giro
zuletzt aktualisiert: 31.05.2001 - 13:44Gradisca d'Isonzo (rpo). Der 84. Giro d'Italia hat seine erste Doping-Affäre. Kurz vor Beginn der zwölften Etappe des Giro d'Italia musste der Italiener Sergio Barbero wegen eines positiven Epo-Tests aus dem Rennen genommen werden.
Der Teamkollege von Mitfavorit Gilberto Simoni war einer von zwei positiv gestesten Fahrern bei der Tour de Romandie Anfang des Monats. Das Ergebnis der Urinkontrolle lag aber erst am Donnerstag vor. Barbero erwartet bei positiver B-Probe eine Sperre von mindestens sechs Monaten.
Der 32-Jährige, der bislang mit fast 30 Minuten Rückstand auf Platz 76. rangierte, hätte zwar bis zur Gegenanalyse unter Vorbehalt weiter fahren dürfen, doch sein Team Lampre nahm ihn aus dem Wettbewerb. "Alles andere wäre schlecht für unser Image gewesen und hätte dem Radsport geschadet. Die Gegenprobe wird Klarheit schaffen, dann wird entschieden, wie es weiter geht", sagte sein Sportdirektor Giuseppe Saronni.
Beim zweiten nach der neuen EPO-Testmethode positiv gestesteten Fahrer während der Romandie-Tour soll es sich laut Informationen der französischen Nachrichtenagentur afp um den Franzosen Laurent Chotard vom Mercury-Team handeln. Seit Anfang April erkennt der Radsport-Weltverband UCI bei Epo-Dopingtests die Urinkontrolle als alleinige Nachweismethode an.
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