"Rund um den Henninger Turm" am 1. Mai: Erster Härtetest für Jan Ullrich
zuletzt aktualisiert: 29.04.2001 - 13:00Frankfurt/Main (rpo). Am 1. Mai macht Jan Ullrich seinen ersten Härtetest des Jahres. Denn dann steht die 40. Auflage des deutschen Radsport-Klassikers "Rund um den Henninger Turm" an. "Jan wird zwar noch nicht am absoluten Limit fahren, aber er muss mehr in den roten Bereich gehen als bisher", sagt Walter Godefroot, Chef des Teams Telekom.
Zu den Favoriten zählt sich Ullrich selbst allerdings nicht. "Meine Form muss so gut sein, dass ich Erik Zabel tatkräftig unterstützen kann", sagt der Tour-Sieger von 1997, der sich endgültig zum Start beim Giro (19. Mai bis 10. Juni) entschloss. Auf welche Karte Telekom nach den Siegen von Erik Zabel 1999 und Kai Hundertmarck 2000 diesmal setzt, ließ Godefroot offen, zumal Rolf Aldag (Fieber) und Steffen Wesemann (Knieprobleme) ausfallen. Neben Ullrich, Zabel und Hundertmarck stehen Udo Bölts, Jens Heppner, Matthias Kessler, Andreas Klier und Andreas Klöden im Aufgebot. Hunderttausende werden wieder im Taunus und in Frankfurt beim traditionsreichsten deutschen Radsport-Festival erwartet und den Auftritt des Merdingers gespannt verfolgen.
Vor Zabel und Hundertmarck gab es auf der 206 Kilometer langen Strecke rund um das bekannte Frankfurter Wahrzeichen und seinen schwierigen Schleifen im Taunusgebirge in Hennes Junkermann (1963), Rudi Altig (1970), Gregor Braun (1978) und Olaf Ludwig (1984) bereits vier weitere deutsche Sieger.
Zu Telekoms schärfsten Konkurrenten dürfte die belgische Domo-Mannschaft mit dem lettischen Weltmeister Romans Vainsteins zählen. Weitere herausragende Namen im hochkarätig besetzten Feld sind die Ex-Weltmeister Laurent Brochard (Frankreich/1997) und Oscar Camenzind (Schweiz/1998) sowie die Klassiker-Spezialisten Michele Bartoli, Davide Rebellin (beide Italien) und Andrej Tschmil (Belgien).
Auch die zweite deutsche Mannschaft der ersten Kategorie, das Team Coast, präsentiert sich mit Alex Zülle (Schweiz) an der Spitze in Bestbesetzung. Hinzu kommen die drei deutschen "Zweitliga-Teams" Cologne, Gerolsteiner und Nürnberger. Für den niederländischen Rennstall Rabobank geht der Hannoveraner Grischa Niermann an den Start.
Neben Zabel und Hundertmarck sind in Rolf Sörensen (Dänemark), Beat Zberg (Schweiz) sowie den Italienern Fabio Baldato und Bartoli vier weitere ehemalige Sieger gemeldet. Insgesamt werden rund 200 Fahrer aus 26 Teams um 10.00 Uhr an den Start gehen. Das Hessische Fernsehen überträgt live ab 9.30 Uhr, die ARD steigt ab 13.40 Uhr ein
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