Das "Hammerlos" überhaupt: Essen im EHF-Achtelfinale gegen Barcelona
zuletzt aktualisiert: 19.11.2002 - 14:22Wien (rpo). TuSEM Essen hat im Handball-Europapokal das "Hammerlos" gezogen. Im Achtelfinale bekommt es der dreimalige deutsche Meister mit der Übermannschaft des FC Barcelona zu tun.
Zumindest haben die Essener den Vorteil, vor heimischer Kulisse im Rückspiel am 14./15. Dezember die erhoffte Überraschung perfekt zu machen. Das erste Aufeinandertreffen findet eine Woche zuvor bei den Spaniern statt.
Vermeintlich lösbare Aufgaben haben Vize-Meister HSG Nordhorn und im Pokalsieger-Wettbewerb der TBV Lemgo bei der Auslosung durch den Europäischen Handball-Verbandes (EHF) am Dienstag in Wien bekommen. Nordhorn empfängt zuerst Bregenz HB, Lemgo muss zum Hinspiel zum HC Constanta nach Rumänien reisen.
"Das ist ein Hammerlos", meinte Essens Manager Klaus Schorn zum Duell mit den Katalanen. Dennoch rechnet sich TuSEM Chancen aus. "Unsere Mannschaft kann ja auch etwas", sagte Schorn über den zweimaligen Europapokalsieger, der sich zuletzt gegen das slowakische Team von SKA Povazska Bystrica durchgesetzt hatte. "Mit einem guten Namen allein gewinnt man auch keine Spiele, aber wer wünscht sich schon die stärkste Mannschaft im Achtelfinale", gab Schorn zu.
Zufriedenheit herrschte dagegen beim vergangenen Meisterschafts- Zweiten HSG Nordhorn. Die Niedersachsen müssen sich mit Bregenz HB auseinander setzen. Der österreichische Meister war bereits vor der Auslosung Wunschkandidat von Trainer Kent-Harry Andersson. "Ich kriege immer, was ich will", meinte er anschließend. Bislang kennt der Coach die Bregenzer Mannschaft kaum, will sich aber in den nächsten Tagen Video-Material beschaffen.
Gute Chancen auf das Erreichen der Runde der besten Acht hat im Pokalsieger-Wettbewerb der TBV Lemgo. Der ungeschlagene Bundesliga- Primus muss zuerst zum Außenseiter Constanta reisen. Die Aufgabe sei sportlich machbar, obwohl der Gegner weitgehend unbekannt sei.
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