Absage an "Superliga": Europas Basketball ist gespalten
zuletzt aktualisiert: 25.05.2001 - 19:21Düsseldorf (rpo). Die geplante Fusion der "SuproLeague" und der "Euroleague" ist überraschend geplatzt und Europas Basketball nach der "Ständigen Konferenz des Weltverbandes FIBA für Europa" in Bad Kreuznach endgültig gespalten.
Am Freitag stimmten 29 der 49 vertretenen Nationalverbände (von 50) überraschend gegen den geplanten Zusammenschluss der beiden bisher konkurrierenden Vereinswettbewerbe "SuproLeague" (FIBA) und "Euroleague" (ULEB) zu einer einheitlichen Europaliga. Bei zwei Enthaltungen votierten nur 18 Verbände für die Ratifizierung des am 4. April in München von FIBA und ULEB vorgestellten Einigungspapiers.
Die Absage der Nationalverbände an die von der Europa-Exekutive der FIBA befürwortete Vereinigung hatte am Freitagabend den sofortigen Rücktritt von acht Mitgliedern dieses Gremiums zur Folge, darunter auch den des französischen Europa-Präsidenten der FIBA, Yvan Mainini. Als weitere Konsequenz der brisanten Sitzung wurden alle strittigen Punkte inklusive der Reformpläne der anderen Europapokal- Wettbewerbe (Saporta-Cup, Korac-Cup) von der Tagesordnung genommen. Auf einer außerordentlichen Generalversammlung der "Ständigen Konferenz" sollen "vor Ende Juni" in München Neuwahlen stattfinden und das Problem Europaliga erneut zur Sprache kommen.
Gegen die Vereinigung stimmte auch der Deutsche Basketball Bund (DBB), der mit Meister ALBA Berlin und den Opel Skyliners Frankfurt zwei Kandidaten für die mit 32 Mannschaften ab der Saison 2001/2002 geplante Europaliga hatte. Ausschlaggebend für das Veto gegen die Europaliga dürfte vor allem auch gewesen sein, dass die FIBA nach dem Bankrott des ihr verbundenen Marketing-Unternehmens ISL keine Finanzgarantien für den Wettbewerb geben konnte.
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