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Bundesliga-Start
FC Bayern fertigt den HSV mit 5:0 ab

Costa bereitet Müller-Treffer mit Traumflanke vor
Costa bereitet Müller-Treffer mit Traumflanke vor FOTO: dpa, jhe
München. T. Müller (2), Benatia, Lewandowski und Costa treffen für den Rekordmeister im Bundesliga-Eröffnungsspiel. Von Klaus Bergmann und Patrick Reichardt

Titelverteidiger FC Bayern München hat die 53. Bundesliga-Saison mit der programmierten Torgala gegen den wieder einmal gedemütigten Hamburger SV eröffnet. Der deutsche Fußball-Rekordmeister besiegte die 90 Minuten nur auf Schadensbegrenzung bedachten Hanseaten mit 5:0. Vor 75 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena erzielte Abwehrspieler Medhi Benatia in der 27. Minute das erste Saisontor. Nach der Pause legten Torjäger Robert Lewandowski (52.), Thomas Müller (69./72.) mit seinem 13. Bundesliga-Doppelpack und der starke Neuzugang Douglas Costa (87.) in der Partie Angriff gegen Abwehr nach.

"Wir haben es verstanden, trotz der Erfolge hungrig zu sein. Das ist etwas Schönes. Wir haben auch nach dem 2:0 weitergemacht. An dieser Mentalität wollen wir festhalten", sagte Müller der ARD. Matthias Sammer freute sich über das Zunull. "Wir müssen jetzt Signale aussenden, die richtigen Signale", sagte der Bayern-Sportdirektor. So würde die Konkurrenz nicht auf den Gedanken komme, dass "gegen den FC Bayern vielleicht was geht." Bei den Hamburgern war die Laune naturgemäß deutlich schlechter. "Wir haben das in der ersten Halbzeit noch gut gemacht. Irgendwann haben wir Fehler gemacht, dann war das Ergebnis nicht mehr zu halten", sagte Torwart René Adler.

Trainer Pep Guardiola machte mit seinem Team mit dem Auftaktsieg das erste Schrittchen zum historischen vierten Meistertitel in Serie. Der HSV kam eine Woche nach dem blamablen Pokal-K.o. beim Viertligisten Carl-Zeiss Jena in München wieder unter die Räder: Zuletzt hatten die Niederlagen in München 0:8, 1:3, 2:9, 0:5, 0:6 gelautet.

Nach einem heißen Sommertag in München war wenige Stunden vor dem Anpfiff ein Gewitter niedergegangen - die Temperaturen waren angenehm. Die Bayern brauchten ein wenig Zeit, um sich warm zu spielen. Der HSV verbarrikadierte sich tief in der eigenen Hälfte. Aber: Nur wenn die Bayern schnell und direkt spielten, taten sich Lücken in der blauen HSV-Wand auf. Ein Kopfball von Arjen Robben (8.) ging am Tor vorbei. Sekunden später verpasste Lewandowski eine flache Hereingabe von Costa. Der 30-Millionen-Euro-Zugang aus Donezk zeigte seine Qualitäten in hohem Tempo, ersetzte den verletzten Franck Ribéry mehr als adäquat und war bei seinem Bundesliga-Debüt ein Aktivposten.

Auch der zweite Toptransfer, Arturo Vidal, stand wie erwartet in der Startelf. Der "Krieger" war zu vorderst als kühler Stratege, denn als emotionaler Anführer gefragt. Wann würde die HSV-Mauer löchrig werden? Ausgerechnet nach einer Standardsituation. Benatia beförderte einen Freistoß von Xabi Alonso mit Kopf und Schulter ins Tor.

Gegen die HSV-Mauer anzurennen war reine Nervensache. "Es ist für die Bayern auch nicht einfach. Es sind wenig Räume da", sagte Bundestrainer Joachim Löw im Halbzeit-Interview der ARD. Zuvor hatte Boateng mit einem Distanzschuss René Adler fast überrascht. Michael Gregoritsch, neben Adler einer der besseren HSV-Profis, unterlief nach einem Eckball fast ein Eigentor.

Der Hamburger SV änderte seine Taktik trotz Rückstands nicht. Die Bayern demonstrierten cool ihre individuelle Überlegenheit. Lewandowski - kurz zuvor noch vom bereits verwarnten Emir Spahic rüde gefoult - erzielte per Flachschuss sein 92. Ligator. Nun wurde auch die HSV-Wand löchrig. Costa zog auf außen an und bediente Müller, der per Kopfball traf. Vier Minuten später legte Müller nach Lewandowski-Zuspiel noch einmal nach. Dann krönte Costa sein starkes Debüt mit seinem Premierentor.

(dpa)
 
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