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Bayern München
Thomas Müller will "das Ding"

München. Mit dem 4:0-Sieg gegen Piräus untermauerte der FC Bayern seinen Anspruch auf den Titel in der Champions League.

Nach dem ersten Etappenziel präsentierte Thomas Müller seinen Champions-League-Wunschzettel. "Das Thema ist immer, das Ding zu gewinnen. Da brauchen wir nicht drumherumzureden", sagte der Fußball-Weltmeister, nachdem sich der FC Bayern mit dem lockeren 4:0 (3:0) gegen Olympiakos Piräus in seinem 100. Königsklassen-Heimspiel soeben alle Wünsche für die Gruppenphase erfüllt hatte. Achtelfinalticket gelöst, Platz eins vorzeitig perfekt gemacht - schöne Grüße nach Barcelona.

"Wir sind eine Supertruppe, was die Gier betrifft", schwärmte Müller nach einem Spiel, das auch 90 Minute dauerte, aber nach 20 Minuten mit einer 3:0-Führung gelaufen war. "Es gab sicherlich schon actionreichere Spiele hier in der Arena", scherzte Spaßvogel Müller.

Pep Guardiola verteilte "ein großes Kompliment an alle Spieler". Nach dem 5:0 gegen Dinamo Zagreb und dem 5:1 gegen den FC Arsenal gab es am Dienstagabend trotz 37 Minuten Unterzahl nach der Roten Karte für Startelf-Rückkehrer Holger Badstuber (53.) ein weiteres Torfestival im eigenen Stadion. Zwischen-Resümee Müller: "Die Champions-League-Heimspiele liefen sehr geschmeidig."

Die Ansage an die Mitfavoriten, allen voran den FC Barcelona, ist deutlich: 17 Treffer erzielte nicht einmal der Titelverteidiger (14) an den ersten fünf Spieltagen. Die Tormaschine um Robert Lewandowski und Müller, die gegen Piräus ihren jeweils fünften Saisontreffer erzielt, läuft auf Hochtouren. "Unsere ganze Offensivabteilung ist dieses Jahr sehr gut unterwegs", sagte Müller. Auch die Flügelflitzer Douglas Costa und Kingsley Coman trafen.

Starcoach Guardiola hat in seinem - Stand jetzt - weiterhin letzten Vertragsjahr in München einen Baukasten beieinander, in dem er alle notwendigen Teile für den Triumph 2016 vorfindet. Er kann fünf Offensive aufstellen und hinten mit Vierer- oder Dreierkette spielen. Er kann mit dem Rechtsfüßer Rafinha eine personelle Notsituation auf der linken Verteidigerposition (Alaba, Bernat verletzt) schließen.

Youngster wie der außergewöhnlich veranlagte Franzose Coman (19) oder der talentierte deutsche Junioren-Nationalspieler Joshua Kimmich (20) erweitern den Handlungsspielraum im Luxuskader. "Die Mannschaft macht das gut", lobte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge.

Die Richtung stimmt. Aber selbst das einseitige Piräus-Spiel offenbarte jene Tücken, die in den K.o.-Runden auf den zuletzt zweimal im Halbfinale gescheiterten FC Bayern lauern werden. Bei Arjen Robben zwickte mal wieder ein Muskel, der Mann für die ganz großen Spiele musste leicht verletzt raus (33.). Und der Platzverweis von Verteidiger Badstuber nach einem Laufduell mit Piräus-Angreifer Ideye Brown ließ Guardiola mahnend den Zeigefinger heben.

Der Katalane mochte nicht über die Berechtigung der Entscheidung streiten. "Rote Karte ist Rote Karte." Dem überaus ehrgeizigen Trainer ging es allein um die Konsequenzen einer Unterzahlsituation in den Spielen, wenn es um alles oder nichts geht. "Es ist eine große Lektion für uns. Im Achtelfinale oder Viertelfinale bist du nach Aktionen wie von Holger raus. Da machen sie den Unterschied", erklärte Guardiola.

(dpa)
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