1:1 gegen Argentinien: Fed-Cup: Huber und Rittner müssen um Finale fürchten
zuletzt aktualisiert: 21.07.2001 - 21:19Hamburg (rpo). Die Entscheidung, wer zum Fedcup-Finale Anfang November nach Madrid fahren darf, fällt erst am Sonntag, denn nach den beiden Eimnzeln steht es zwischen Deutschland und Argentinien 1:1-Remis. Anke Huber hatte das deutsche Fedcup-Team in Führung gebracht. Barbara Rittner patzte aber und verlor ihr Match.
Zwar erledigte die Nummer eins aus Karlsdorf ihre Pflicht beim 4:6, 6:2, 6:1 gegen Maria-Emilia Salerni; doch die Leverkusenerin Barbara Rittner konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen und unterlag vor 2 000 Zuschauern auf dem nur spärlich besetzten Center Court der Topspielerin der Gäste, Paola Suarez, mit 6:3, 3:6, 2:6.
Die Entscheidung, wer zum Fedcup-Finale Anfang November nach Madrid fahren darf, wird nun am Sonntag (Beginn 11.00 Uhr/DSF) fallen. Dann trifft Anke Huber im Spitzenspiel auf Paola Suarez; anschließend spielt Barbara Rittner gegen Maria-Emilia Salerni. Den Abschluss der zweitägigen Veranstaltung am Rothenbaum bildet das Doppel zwischen Huber/Rittner und Suarez/Laura Montalvo.
"Ich war ganz schön nervös", bekannte Anke Huber nach ihrem Auftaktsieg, der weit schwieriger war, als es das Ergebnis vermuten lässt. Nach einem ordentlichen Start fühlte sich die 26-Jährige nämlich zu sicher. "Und dann bin ich hektisch geworden", übte sie schonungslos Selbstkritik. Nach dem ersten Tiefschlag raffte sich die beste deutsche Spielerin der Nach-Graf-Ära aber auf, spielte weit aggressiver und sagte letztlich: "Ich bin zufrieden, dass ich das Match noch umgebogen habe. Ärgerlich bin ich nur, dass ich so viele unnötige Fehler gemacht habe."
Ihre 18 Jahre alte Gegnerin ärgerte sich über eine verpasste Chance. "Als Anke nervös wurde, hätte ich mehr daraus machen müssen", sagte Maria-Emilia Salerni. Vor allem die fehlende Erfahrung machte dem aufstrebenden Youngster einen Strich durch die Rechnung. Dennoch ist sie sich sicher, dass am Sonntag noch einiges möglich ist. "Wir sind noch am Leben", meinte sie, "und werden alles versuchen."
Die Chancen auf einen argentinischen Sieg schienen danach allerdings auf ein Minimum zu sinken. Mit dem Huber´schen Sieg im Rücken trumpfte Barbara Rittner zunächst mutig auf und spielte ihre auf Platz 24 der Weltrangliste 26 Ränge besser postierte Kontrahentin förmlich an die Wand. Wer aber an einen glatten Durchmarsch geglaubt hatte, sah sich getäuscht. Paola Suarez kämpfte sich zurück ins Match und düpierte die nun immer fehlerhafter spielende Leverkusenerin.
Kapitän Markus Schur musste dem Treiben machtlos zuschauen. Seine Entscheidung, die 28-Jährige statt der zehn Jahre jüngeren Bianka Lamade aufzubieten, zahlte sich nicht aus. Die größere Erfahrung konnte die spielerischen Nachteile nicht ausgleichen. Doch noch denkt der Bundestrainer nicht daran, seine Mannschaft zu ändern.
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