1:1 gegen Russland: Fedcup-Team wahrt Chance aufs Viertelfinale
zuletzt aktualisiert: 27.04.2002 - 22:00Dresden (rpo). Die deutschen Tennis Damen dürfen auf den Einzug ins Viertelfinale hoffen. Das Fedcup-Team von Markus Schur hat in der Partie gegen Russland bisher ein 1:1 erreicht - dank eines Erfolgs von Barbara Rittner.
Nach der 4:6, 2:6- Niederlage von Martina Müller (Hannover) gegen die Olympia-Zweite Jelena Dementjewa bezwang Barbara Rittner (Leverkusen) am Samstag vor 2488 Zuschauern in Dresden überraschend Anastasia Myskina mit 7:5, 3:6, 7:5.
Als Glücksgriff erwies sich Schurs Nominierung. Doppel- Spezialistin Barbara Rittner präsentierte sich im über zwei Stunden dauernden Einzel überraschend stark und trieb Anastasia Myskina auf dem langsamen Belag mit unermüdlichem Einsatz und Nervenstärke zur Verzweiflung. Als die Nummer 67 der Weltrangliste gegen die an Position 29 geführte Russin im letzten Satz eine 4:0-Führung scheinbar schon verspielt hatte, kam sie mit großem Kampfgeist noch einmal ins Spiel zurück.
Ein Achtungserfolg hatte sich bereits im ersten Satz des Auftakteinzels von Martina Müller angedeutet. Die Weltranglisten-65., die mit der Empfehlung ihres ersten WTA-Turniersieges aus Budapest nach Dresden gekommen war, lieferte gegen die an Position 15 notierte Russin eine beherzte Vorstellung. Allerdings brachte sie erst beim 4:4-Ausgleich ihren Aufschlag durch, an dem das Spiel der nur 1,65 Meter großen Nachwuchs-Hoffnung noch krankt.
Entscheidung am Sonntag
"Ich habe nicht unbedingt schlecht gespielt, aber es war auch nicht mein bestes Tennis", gab die 19-Jährige zu. Nach einer fünfminütigen Regen-Unterbrechung gab Martina Müller, die Jelena Dementjewa erstmals gegenüber stand, den ersten Satz ab. Am Ende fehlten ihr nicht nur 15 Zentimeter Körpergröße im Vergleich zu ihrer Gegnerin, sondern auch ein paar Erfahrungswerte.
Die Entscheidung über den Einzug ins Viertelfinale fällt am Sonntag. Barbara Rittner soll gegen Jelena Dementjewa spielen. Danach tritt Martina Müller gegen Anastasia Myskina an. Das abschließende Doppel bestreitet Barbara Rittner mit Marlene Weingärtner (Heidelberg) gegen Jelena Dementjewa/Jelena Lichowtsewa.
Für den Fall, dass die deutschen Damen auch ihre insgesamt vierte Fedcup-Begegnung gegen Russland verlieren, müsste Schur mit seiner Mannschaft in der Relegation um den Verbleib in der Weltgruppe kämpfen. Der Gewinner von Dresden würde am 20./21. Juli auf den Sieger aus Spanien - Ungarn treffen, wo es nach den Auftakteinzeln ebenfalls 1:1 steht.
Erbebnisse:
USA - Österreich 0:2
Jennifer Capriati - Evelyn Fauth kampflos für Evelyn Fauth Monica Seles - Barbara Schwartz 6:7 (7:9), 2:6
Kroatien - Tschechien 1:1 Jelena Kostanic - Sandra Kleinova 7:6 (7:2), 6:4 Iva Majoli - Iveta Benesova 4:6, 1:6
Spanien - Ungarn 1:1
Angeles Montolio - Zsofia Gubacsi 3:6, 6:3, 2:6 Arantxa Sanchez - Rita Kuti Kis 6:4, 6:2
Deutschland - Russland 1:1
Martina Müller (Hannover) - Jelena Dementjewa 4:6, 2:6 Barbara Rittner (Düsseldorf) - Anastasia Myskina 7:5, 3:6, 7:5
Slowakei - Schweiz 2:0
Janette Husarova - Patty Schnyder 7:6 (9:7), 5:7, 7:5 Daniela Hantuchova - Myriam Casanova 6:4, 7:5
Argentinien - Frankreich 0:1
Mariana Diaz-Oliva - Amelie Mauresmo 5:7, 2:6
Italien - Schweden 2:0
Antonella Serra Zanetti - Asa Svensson 6:7 (4:7), 6:3, 10:8 Adriana Serra Zanetti - Sofia Arvidsson 6:1, 6:1
Belgien - Australien 2:0
Justine Henin - Nicole Pratt 6:4, 4:6, 6:0 Kim Clijsters - Alicia Molik 6:0, 6:2
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