Club an der Alster besiegt Krefeld: Feldhockey: Hamburg ist deutscher Meister
zuletzt aktualisiert: 06.10.2003 - 10:03Hamburg (rpo). Neue deutsche Feldhockeymeister sind die Herren vom Club an der Alster Hamburg. Sie besiegten den Krefelder HTC knapp mit 5:4.
Der Club an der Alster ist neuer deutscher Feldhockeymeister. In einem hochdramatischen Finale besiegten die Hamburger vor 3000 Zuschauern auf eigener Anlage den Krefelder HTC 5:4 (1:2) und feierten damit nach 1999 und 2001 den dritten Titel. Die Hamburger vertreten damit den Deutschen Hockey-Bund (DHB) über Pfingsten beim Europapokal der Landesmeister, Krefeld nimmt über Ostern am Europacup der Pokalsieger teil.
Die hochfavorisierten Norddeutschen drehten in der Schlussphase eine Partie noch um, die eigentlich schon verloren schien. Erst in der 69. Minute erzielte Hendrik Lange nach der 11. Strafecke den Siegtreffer. Krefeld hatte durch Tore von Philipp Steffen (6.), Matthias Witthaus (35.), Brendon Koolen (48.) und Tim Witthaus (52.) bei Gegentreffern von Philipp Zeller (26.) und Eiko Rot (50.) bereits 4:2 geführt. Doch in den letzten 6 Minuten drehten die Hamburger das Spiel noch um. Zunächst schaffte Thomas Tihl (64., 67.) den Ausgleich, ehe Lange den kaum noch für möglich gehaltenen Siegtreffer erzielte.
"Einfach nur geil"
"Da hat man gesehen, welches Potential meine Mannschaft hat", sagte Trainer Jo Mahn, "sie haben sich nie hängen lassen und stets weiter nach vorne gespielt." "Wenn man so gewinnt, ist das einfach nur geil", meinte Mittelfeldspieler Frank Gemmrig. Ausschlaggebend war die Strafeckenstärke der Gastgeber, die insgesamt drei Ecken mit drei verschiedenen Varianten verwandelten und auch ihre beiden letzten Treffer nach dieser Standardsituation erzielten.
Im Halbfinale am Samstag setzte sich Alster in einer Neuauflage des Vorjahres-Endspiels mit 5:3 gegen Titelverteidiger Gladbacher HTC durch. Krefeld bezwang die Stuttgarter Kickers 2:1.
Krefelder begannen ohne Respekt
Die Krefelder begannen die Partie ohne jeden Respekt vor dem hohen Favoriten aus der Hansestadt. Sie attackierten früh und ließen die Gastgeber im ersten Durchgang nur selten ins Spiel kommen. In der Abwehr standen sie sicher, Europameister Christian Schulte zwischen den Pfosten strahlte große Sicherheit aus und wurde zu Recht zum besten Torwart gewählt. Bester Spieler wurde Europameister Matthias Witthaus, der im Krefelder Angriff mit seiner Schnelligkeit von der Alster-Abwehr von einer Verlegenheit in die andere stürzte.
Am Rande der Titelkämpfe präsentierte der DHB seinen neuen Ausrüster. Das Mannheimer Unternehmen TK wird ab dem 1. Januar 2004 alle Auswahlmannschaften des DHB austatten. Der Vertrag mit Puma lief aus.
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