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Podgorica
Feuerwerkskörper trifft Torhüter Akinfejew am Kopf

Fotos: Akinfejew getroffen – Skandalspiel in Montenegro
Fotos: Akinfejew getroffen – Skandalspiel in Montenegro FOTO: afp, ai/tlr
Podgorica. Skandal beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Montenegro und Russland: Der russische Fußball-Nationaltorhüter Igor Akinfejew ist bei der Partiel in Podgorica nach gut 20 Sekunden von einem Feuerwerkskörper am Kopf getroffen worden. Der Keeper verletzte sich bei der Aktion, brach zusammen und wurde auf einer Trage vom Platz gebracht. Nach einer ersten Untersuchung wurde Akinfejew ins Krankenhaus gebracht, wie ein russischer Sprecher mitteilte. Der 28-Jährige soll Brandverletzungen erlitten haben, er war aber bei Bewusstsein.

Der deutsche Schiedsrichter Deniz Aytekin unterbrach das Spiel und schickte beide Mannschaften in die Kabine. Nach einer 35-minütigen Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt, später aber ganz abgebrochen. Die Atmosphäre im Stadion war ohnehin hitzig und aufgeladen. Auch zwischen den beiden Fanlagern kam es zu Rangeleien.

Akinfejew, für den der italienische Nationaltrainer Fabio Capello anschließend Ersatzmann Juri Lodygin aufs Feld schickte, gehört zu den Leistungsträgern im russischen Team. Der 28-Jährige, beim Champions-League-Teilnehmer ZSKA Moskau unter Vertrag, hatte im Alter von 18 Jahren sein Debüt in der Nationalelf gegeben. Auch bei der WM-Endrunde im Sommer 2014 in Brasilien war er die Nummer eins.

Der Skandal in Podgorica wird ganz sicher ein Nachspiel für Montenegro haben. Es ist durchaus möglich, dass die Europäische Fußball-Union (Uefa) das Spiel nachträglich zugunsten Russlands wertet. In der EM-Qualifikation wiesen sowohl Russland als auch Montenegro vor dem Anpfiff nach vier Spielen fünf Punkte auf und belegten die Plätze drei und vier.

(dpa)
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