Säbelfechter enttäuschten mit den Mannschaft: Florett-Fechter Weßels gewinnt in Seoul
zuletzt aktualisiert: 25.02.2001 - 19:55Seoul/Budapest (sid). Deutschlands Fechter haben mit einem Weltcup-Sieg und zwei dritten Plätze für Furore gesorgt. Florett-Spezialist Andre Weßels gewann sensationell das Turnier in Seoul. Der 19 Jahre alte Tauberbischofsheimer bezwang auf dem Weg zu seinem ersten Weltcup-Erfolg unter anderem Olympiasieger Young-Ho Kim (Südkorea) mit 15:13 in der zweiten Runde. Im Finale setzte sich Weßels gegen Lokalmatador Kwan-Haeng Lee klar mit 15:6 durch.
Auch Routinier Ralf Bissdorf (Heidenheim) hatte Weßels' Siegeszug nicht stoppen können. Der Olympiazweite von Sydney unterlag dem Youngster im Halbfinale mit 14:15 und wurde eine Woche nach seinem Sieg beim Weltcup in La Coruna/Spanien Dritter.
Mit dritten Plätzen endete auch für die Degen-Spezialisten Michael Flegler und Daniel Strigel (beide Tauberbischofsheim) das Weltcup-Turnier in Budapest. Der 25-jährige Strigel scheiterte in der Vorschlussrunde am späteren Sieger Alfredo Rota aus Italien (12:14). Flegler musste sich im Halbfinale dem Lokalmatadoren Attila Fekete beugen (6:7).
Säbelfechter enttäuschten
Deutschlands Säbel-Fechter enttäuschten dagegen ausgerechnet beim Mannschafts-Weltcup in Eislingen. Der Olympia-Dritte von Sydney landete nach einer Viertelfinal-Niederlage gegen den späteren Sieger Ungarn (44:45) sowie den folgenden Pleiten in der "Trostrunde" gegen Frankreich (31:45) sowie die Ukraine (36:45) auf dem achten Platz. Vor allen Dingen der Olympia-Dritte Wiradech Kothny und Dennis Bauer (beide Koblenz) konnten nicht überzeugen. "Das war blamabel. Was einige Leistungsträger geboten haben, war einfach indiskutabel", schimpfte Säbel-Bundestrainer Jochen Rieg. Im Finale besiegte Ungarn den Olympia-Vierten Rumänien mit 45:42.
Degen-Europameisterin Imke Duplitzer verteidigte bei den deutschen Meisterschaften in Offenbach sowohl ihren Einzel-Titel als auch die Mannschaftstrophäe mit dem Heidenheimer SB erfolgreich. Die 25-Jährige besiegte im Finale am Samstag ihre Dauerrivalin Claudia Bokel (Bonn) 15:10 und revanchierte sich damit für die Achtelfinal-Niederlage bei den Olympischen Spielen vor knapp sechs Monaten in Sydney. Mit dem Team behielt Duplitzer im Endgefecht gegen den FC Offenbach mit 45:35 die Oberhand.
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