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Die Verdienste der Sport-Stars 2015
Mayweather bricht Geldrekord von Tiger Woods

Die Top-Verdiener im Sport 2015
Die Top-Verdiener im Sport 2015 FOTO: ap
Düsseldorf. Der Spitzname ist Programm: Floyd "Money" Mayweather hat auch im Sportjahr 2015 mit großem Abstand das meiste Geld eingestrichen – und den alten Rekord des amerikanischen Golfstars Tiger Woods aus dem Jahr 2008 pulverisiert.

Auf 300 Millionen Dollar (276 Millionen Euro) beziffert das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" die Einnahmen des exzentrischen Boxers aus den USA. Zum Vergleich: Woods kassierte zwischen Juni 2007 und Juni 2008 115 Millionen Dollar (106 Millionen Euro) – fast schon Peanuts für Mayweather!

Dem Box-Champ genügte nämlich ein einziger Kampf, um finanziell in neue Sphären vorzustoßen. Rückblick: Mai 2015, Las Vegas, der "Kampf des Jahrhunderts". Hier Krösus Mayweather, der noch unbesiegte Weltmeister, dort Manny Pacquiao, der von vielen Fans favorisierte Herausforderer. Seit Wochen kannten nicht nur Box-Fans kein anderes Thema als den Megafight – die "günstigsten" Tickets gab's ab 1500 Dollar (1384 Euro), und wer sich das nicht leisten konnte und doch lieber zu Hause blieb, musste zumindest über einen Pay-TV-Zugang verfügen.

So generierten Mayweather und Pacquiao in einem wenig aufregenden Kampf nie da gewesene 365 Millionen Dollar, von denen, so hatte es sich der siegreiche Weltmeister vorab vertraglich zugesichert, der Amerikaner 240 Millionen kassierte. Das macht 111.111 Dollar (102.000 Euro) pro Kampfsekunde (!). Für den unterlegene Filipino gab es immerhin 125 Millionen Dollar (115,3 Millionen Euro) und Platz zwei im Forbes-Ranking als Trostpflaster. "Money" Mayweather schlug im September übrigens noch Andre Berto und setzte sich mit der Rekordbilanz von 49:0-Siegen zur Ruhe – die Gage aus diesem Fight fehlt sogar in der aktuellen Liste.

Ronaldo mit weitem Abstand Dritter

Im Rennen hinter den beiden Box-Stars liegt Cristiano Ronaldo vorne. Der Weltfußballer aus Portugal häufte zwischen Juni 2014 und Juni 2015 79,6 Millionen Dollar (73,4 Millionen Euro) an - wie schon im Vorjahr blieb der Superstar damit vor seinem Rivalen Lionel Messi (Argentinien/73,8/63). Der einzige deutsche Fußballer unter den Top 100 ist Mesut Özil. Der Weltmeister in Diensten des FC Arsenal kam auf 19,3 Millionen Dollar (17,8 Millionen Euro) – und Rang 93 in der Forbes-Liste.

Spitzenreiter aus deutscher Sicht ist Formel-1-Pilot Sebastian Vettel. Der Heppenheimer Ferrari-Star kassierte 33 Millionen Dollar (30,5 Millionen Euro) und fuhr damit auf Rang 21 des Rankings - hinter Weltmeister Lewis Hamilton (15./39/35,9) und Fernando Alonso (17./35,5/32,7). Der einstige Krösus Tiger Woods ist übrigens gerade noch so in den Top Ten geführt – und nicht einmal mehr der bestverdienende Golfprofi. Woods strich als Neunter 50,6 Millionen Dollar (46,7 Millionen Euro) ein, damit landete er knapp hinter Phil Mickelson (50,8/46,8).

Die Spitzenränge werden von Männern dominiert, erst auf Platz 26 kommt Maria Scharapowa als erste Frau. Die russische Tennis-Diva freute sich über Einnahmen von 29,7 Millionen Dollar (27,4 Millionen Euro) und blieb damit immerhin vor männlichen Stars wie Fußballer Wayne Rooney (34./26,9/24,8), Basketballer Dwight Howard (41./25,5/23,5) oder Boxer Wladimir Klitschko (63./22,5/20,8). Auch die Weltranglistenerste Serena Williams, gegen die Scharapowa zuletzt meist chancenlos war, lässt sie in Sachen Geld hinter sich. Die Amerikanerin nahm "nur" 24,6 Millionen Dollar (22,7 Millionen Euro) ein und wird damit auf Rang 47 geführt.

All das sind Zahlen, über die Mayweather nur müde lächeln kann. Um sich seinen Ruhestand zu versüßen, sammelt der 38-Jährige weiter sündhaft teure Sportautos, hat Spaß mit seinem Tigerbaby (!), veranstaltet Partys mit aufreizend gekleideten Tänzerinnen und wirft mit Geldscheinen um sich. Jüngst veröffentlichte er ein Foto, das ihn im Schlabberlook zeigt. Im Schlaf umklammert er einen Sack mit gebündelten Dollarscheinen – "das Leben genießen", schrieb er darunter.

Hier sehen Sie die Top-Verdiener im Sport aus dem Jahr 2014

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Hier sehen Sie die Top-Verdiener im Sport aus dem Jahr 2012

(sid)
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