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Formel-1-Auftakt Bahrain verschoben dapd 2011 Panorama
  Foto: dapd, dapd
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Formel 1: Auftaktrennen in Bahrain abgesagt

zuletzt aktualisiert: 21.02.2011 - 18:45

Köln (RPO). Erstmals in der Geschichte der Formel 1 ist ein WM-Rennen aus politischen Gründen abgesagt worden: Wegen der anhaltend blutigen Unruhen in Bahrain haben die Organisatoren den für den 13. März im Königreich vorgesehenen Saisonauftakt gestrichen.

Am 30. Oktober fahren die Piloten in Bahrain. Am 11. Dezember erst in Neu Dehli.  Foto: AP, AP
Am 30. Oktober fahren die Piloten in Bahrain. Am 11. Dezember erst in Neu Dehli. Foto: AP, AP

Das Rennen soll aber möglicherweise nachgeholt werden. "Der Streckenbetreiber hat heute mitgeteilt, dass das Königreich Bahrain auf eine Austragung des diesjährigen Formel-1-Grand-Prix verzichtet, sodass sich das Land dem nationalen Dialog widmen kann", hieß es in dem Statement des Bahrain International Circuit (BIC) am Montagnachmittag.

Als neuer Termin bietet sich der November an, da am 13. November das Rennen im nahegelegenen Abu Dhabi ausgetragen wird und das erste und dritte November-Wochenende bisher frei sind. Die für die Zeit vom 3. bis 6. März geplanten Testfahrten in Bahrain werden dagegen definitiv nicht stattfinden.

Tests in Barcelona nachgeholt 

Dafür aber in Barcelona. "Wir werden sie voraussichtlich vom 8. bis 11. März durchführen", erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Montag am Rande der laufenden Testfahrten in der katalanischen Metropole.

Norbert Haug nahm angesichts der unsicheren Lage im Nahen Osten die Nachricht von der Absage mit Erleichterung auf. "Unser wichtigstes Anliegen ist es, die Sicherheit unserer Teammitglieder zu gewährleisten. Wir begrüßen und unterstützen die Entscheidung", sagte der Motorsportdirektor von Mercedes. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone erklärte: "Es ist schade, dass Bahrain das Rennen absagen muss. Wir wünschen der gesamten Nation, dass im Land ein Heilungsprozess beginnt."

In Bahrain wurden bei den Ausschreitungen bislang sieben Menschen getötet und zahlreiche Personen verletzt. Überwiegend schiitsche Oppositionelle setzen sich in dem Land am Persischen Golf für mehr Freiheit ein. "Wenn in einem Land Menschen sterben, dann ist das eine Tragödie. Es ist nicht die Zeit, um einen sportlichen Wettbewerb auszutragen. Die Menschen haben derzeit größere Probleme", sagte der Australier Mark Webber, der Teamkollege von Weltmeister Sebastian Vettel bei Red Bull.

Bahrain kommt nicht zur Ruhe

In Deutschland, England und anderen europäischen Ländern haben die Auswärtigen Ämter bereits von Reisen in die Region abgeraten, darauf könnten sich Angestellte zahlreicher Rennställe berufen.

Die Verantwortlichen der Formel 1 hatten sich in den vergangenen Tagen nicht zu einer Absage des Rennens durchringen können, sie spielten auf Zeit. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone reichte dabei die Verantwortung ans Königshaus weiter.

Bahrain muss für Schäden aufkommen

Eine Verschiebung wäre auch für Ecclestone ein tragbarer Kompromiss. Dazu hatte der Brite erklärt: "Vielleicht können wir das Rennen auch auf einen späteren Zeitpunkt in der Saison verlegen. " Dies hält auch Bahrains Kronprinz für denkbar. "Wir denken, es ist wichtig, dass wir uns im Moment um die Angelegenheiten im Lande kümmern und uns offen lassen, das Rennen zu einem späteren Zeitpunkt auszutragen", erklärte Salman ibn Hamad ibn Isa Al Chalifa.

Ecclestone hatte zuvor verkündet, der Kronprinz solle die Entscheidung über die Durchführung des Rennens fällen und sich damit gleich doppelt auf die sichere Seite begeben.

Zum einen muss das Königshaus für mögliche Schäden aufkommen, und bei einer Absage muss Bahrain das Startgeld in Höhe von 35 Millionen Dollar - von denen die Hälfte an die Teams geht - dennoch bezahlen. Die beiden GP2-Rennen am vergangenen Wochenende waren bereits abgesagt worden.

Quelle: SID/nbe

 
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