Unfall-Skandal in der Formel 1: Briatore: Sperre nach "Schein-Anhörung"
zuletzt aktualisiert: 13.11.2009 - 16:33London (RPO). Der frühere Formel-1-Teamchef Flavio Briatore gibt nach seiner lebenslangen Sperre im Unfall-Skandal von Renault keine Ruhe. Am Freitag warf er dem Motorsport-Weltverband FIA vor, die Sperre nach geheimen Verhandlungen und einer "Schein-Anhörung" ausgesprochen zu haben.
Zuletzt hatte Briatore bereits wiederholt betont, bei der Strafe habe es sich um einen persönlichen Rachefeldzug des damaligen FIA-Präsidenten Max Mosley gehandelt.
Die FIA hatte diese Behauptung bereits zurückgewiesen und erklärt, die Entscheidung, Briatore lebenslang zu sperren, sei von einer "überwältigenden Mehrheit der anwesenden Mitglieder" gefällt worden.
Briatore hatte schon kurz nach der Entscheidung des FIA-Councils am 21. September angekündigt, gegen die Sperre gerichtlich vorzugehen. Zudem fordert er Schadenersatz in Höhe von bis zu einer Million Euro. Die Klage soll am 24. November vor dem Landgericht in Paris verhandelt werden.
Im September war der Italiener lebenslang aus der Formel 1 verbannt worden. Gemeinsam mit Technikchef Pat Symonds hatte er den damaligen Fahrer Nelson Piquet junior 2008 in Singapur zu einem absichtlichen Unfall überredet, um dem Teamkollegen Fernando Alonso zum Sieg zu verhelfen.
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