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sebastian vettel hängender kopf panorama afp 2010
  Foto: AFP, AFP
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Formel-1-Auftakt in Bahrain: Deutsche Piloten im Pech

VON ECKHARD CZEKALLA - zuletzt aktualisiert: 15.03.2010 - 12:48

Manama (RPO). Für Sebastian Vettel, Adrian Sutil, Nico Hülkenberg und Timo Glock verlief der Saisonauftakt frustrierend. Dabei war Sutil am Samstag die Überraschung. Eine bessere Platzierung als Rang zwölf verhinderten vielleicht Rauchwolken nach dem Start aus dem Auto von Mark Webber.

24 Fahrer stellten sich vor dem Start zum Großen Preis von Bahrain auf der Start-Ziel-Geraden zum Gruppenfoto, das traditionell zum Saisonbeginn gemacht wird. Sechs kommen aus Deutschland – eine stolze Zahl und Ausdruck der guten Nachwuchsarbeit, die in den verschiedenen Rennserien geleistet wird. Als der WM-Lauf auf dem Kurs in der Sakhir-Wüste, wo die Temperaturen auf 35 Grad Celsius kletterten, beendet war, überwog bei einem Quartett der Frust.

Gewiss hatte auch das Mercedes-Duo mit Nico Rosberg und Michael Schumacher nicht das erreicht, was sich die Silberpfeile insgeheim erhofft hatten. Doch die Plätze fünf und sechs sind passabel, lassen Luft nach oben. Vom eigenen Anspruch, um den Titel mitzufahren, sind die Schwaben noch weit entfernt.

Bei Sebastian Vettel, Adrian Sutil, Nico Hülkenberg und Timo Glock überwog dagegen die Enttäuschung, auch wenn die Erwartungen ganz unterschiedlich waren. Vettel will Weltmeister werden, da sind solche Rennen wie vor den Toren von Manama nicht hilfreich. Die anderen drei fahren nicht um den Titel, sind deswegen aber kein bisschen weniger ambitioniert und erst einmal genauso frustriert.

Adrian Sutil war die Überraschung des vergangenen Wochenendes. Am Samstag war der Rennfahrer aus Gräfelfing mit seinem Force India auf den zehnten Platz gefahren – als einziger der Top Ten mit harten Reifen. Vielleicht hätte ihn dieser Taktikgriff noch weiter vorne gespült, doch aus dem Auspuff des Red-Bull-Autos von Mark Webber entwich nach dem Start einige Male eine große weiße Rauchwolke.

Plötzlicher Schlag von hinten

"Keiner hat was gesehen. Da habe ich plötzlich einen Schlag von hinten bekommen. Das war es dann", sagte Sutil, der am Ende auf Platz zwölf kam. "Wir sind ins Ziel gekommen, das war diesmal das Maximum, was wir erreichen konnten", betonte der 27-Jährige.

Formel-1-Neuling Hülkenberg verbrachte "einen einsamen Nachmittag". Schon nach wenigen Kurven drehte sich der Emmericher mit seinem Williams, ohne zu wissen, weshalb. "Offenbar habe ich, als ich über die Begrenzungssteine fuhr, das Auto etwas beschädigt, denn es war danach sehr schwer zu fahren", erklärte der 22-Jährige.

Vor dem Rennen hatte er noch von einem Platz unter den ersten zehn geträumt. Auch das Ziel, vor seinem erfahrenen Teamkollegen Rubens Barrichello (37) zu landen, erreichte er nicht. Der Brasilianer, seit 1993 in der Formel 1, wurde Zehnter. Hülkenberg landete auf Rang 14. Der Emmericher legt keinen Wert auf den Rat seines älteren Rivalen und Kollegen. "Er soll mich in Ruhe lassen", erklärte er, "ich lerne von ihm, indem ich ihn beobachte."

Zu den deutschen Pechvögeln gehörte auch Glock. Der gelernte Gerüstbauer, der sich beim neuen Virgin-Team als Geburts- und Entwicklungshelfer fühlt, kam als einziger des deutschen Sextetts nicht ins Ziel. Er war gut gestartet und hatte sich mit seinen Kollegen auf den hinteren Plätzen manches Duell geliefert, als es geschah. "Zuerst fiel der dritte Gang aus, danach funktionierte auch der fünfte nicht mehr. Da machte es keinen Sinn, noch weiterzufahren", erklärte der ehemalige Toyota-Pilot.

Von den drei neuen Teams in der Formel 1 konnten nur die Lotus-Fahrer Heikki Kovalainen (Platz 15) und Jarno Trulli (17) das Rennen beenden. Für Virgin und Hispania gab es keine Zielankunft. Frustrierend war es vor allem für Karun Chandhok (Indien). Der 26-Jährige kam ohne Testkilometer nach Manama. Er schaute in den drei Trainings nur zu, da das Auto zunächst nicht fertig wurde, wurde im Qualifying Letzter und schied gestern in der ersten Runde aus.

Quelle: RP

 
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