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Großer Preis von Singapur
Rosberg will sich Hamilton im Jubiläumsrennen schnappen

Fragen und Antworten um Großen Preis von Singapur
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Singapur. Nach zuletzt zwei Siegen hat Nico Rosberg in seinem Jubiläums-Rennen die Chance, seinem Teamrivalen Lewis Hamilton die WM-Führung abzunehmen. Doch an Singapur hat der Mercedes-Pilot überhaupt keine guten Erinnerungen.

Nico Rosberg spielte den Überraschten. "Das waren so viele? Nun, dann sieht es ja in diesem Jahr erheblich besser aus für mich", sagte der Mercedes-Pilot vor dem Großen Preis von Singapur (Sonntag, 14 Uhr MESZ/Live-Ticker). Dass sich der Wiesbadener tatsächlich nicht an die 53 Punkte Rückstand auf seinen Teamrivalen Lewis Hamilton im Kampf um die WM erinnern kann, darf allerdings getrost bezweifelt werden.

Schließlich gilt Rosberg im Fahrerlager als Professor, der jedes noch so kleine Detail im Kopf hat. Und so ist Rosbergs kleine Gedächtnislücke wohl eher ein Selbstschutz, um nach zwei beeindruckenden Siegen nicht das Momentum zu verlieren.

"Mein Selbstvertrauen ist größer denn je", sagte Rosberg vor dem Flutlicht-Spektakel. Schließlich hat der 31-Jährige vor seinem 200. Formel-1-Rennen im Kampf um den Thron nun nur noch zwei Pünktchen Rückstand - und nicht 53 wie zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

Mit einem Sieg zum Jubiläum würde Rosberg also wieder an Hamilton vorbeiziehen und seine Chancen auf seine erste Krone in der Königsklasse deutlich verbessern. "Die Chance auf den Titel ist da", sagte er der Sport Bild, schränkte aber auch ein: "Es wird natürlich schwierig. Lewis ist einfach sehr stark, und er war in den vergangenen Jahren der bessere Fahrer in unserem Duell. Ich muss einfach jedes Rennen das Maximum herausholen. Dann klappt es auch endlich mit dem ersten Titel."

Nun also Singapur, das Nachtrennen in der asiatischen Metropole war für Rosberg stets eine Zitterpartie. Noch nie konnte er in der schwülen Hitze auf dem Stadtkurs gewinnen, 2008 stand er zuletzt auf dem Podium. Und im Vorjahr erlebte Mercedes hier ein nie erwartetes Debakel, Rosberg und Hamilton hatten gegen Ferrari-Star Sebastian Vettel nie eine Chance auf den Sieg. "Verrückt", sagt Rosberg noch immer über das Wochenende, man sei "meilenweit" weggewesen vom Tempo an der Spitze. Am Ende wurde er nur Vierter, Hamilton schied aus. Auch diesmal werden Ferrari und besonders Red Bull mit Max Verstappen und Daniel Ricciardo stark erwartet.

Rosberg hat also keine guten Erinnerungen an Singapur, die Rennen "waren für mich bislang ein Auf und Ab", sagte er. Das soll sich nun ändern. "Ich gehe jedes Wochenende mit dem Ziel an, das Rennen zu gewinnen", sagte Rosberg, der sich Hamilton wieder schnappen will, aber angeblich nicht dauernd auf die Zwischenstände der WM-Wertung schaut. "Der Punkteabstand war mal größer, mal kleiner", sagte er: "Aber ich blicke immer nur von Rennen zu Rennen - das ist die beste Herangehensweise für mich."

(sid)
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