Tausende Menschen auf dem Nürburgring: Ferrari-Days: Schumi bringt Fans in Wallung
zuletzt aktualisiert: 05.09.2004 - 16:12Nürburgring (rpo). Auf dem Nürburgring haben sich am Sonntag Tausende Menschen versammelt und die Ferrari-Days gefeiert. Trotz seines Crashs vor wenigen Tagen, kam auch ihr Idol Michael Schumacher vorbei und hüllte die begeisterte Menge gleich mal in Qualm.
Rund 50.000 Fans haben dem Rekord-Weltmeister auf dem Nürburgring einen begeisternden Empfang bereitet. Sieben Tage nach dem Gewinn seines siebten WM-Titels in Spa war der Kerpener der Ehrengast bei den Ferrari-Days in der Eifel, obwohl er am Donnerstagabend bei Testfahrten in Monza einen schweren Unfall erlebt hatte. "Unkraut vergeht nicht, mir geht es eigentlich ganz gut", sagte der 35-Jährige. Dem Start beim Ferrari-Heimspiel am Sonntag ebenfalls in Monza steht momentan nichts im Weg.
Bei dem schweren Crash war Schumacher bei Tempo 345 wegen eines Reifenschadens von der Strecke abgekommen und gegen die Leitplanke geprallt. Der Ferrari F2004 wurde dabei völlig zerstört, Schumacher flog nach einer ganz kurzen Verschnaufpause auf dem Grünstreifen noch am Abend nach Hause in die Schweiz. "Im Verhältnis dazu, was in Monza abgegangen ist, bin ich noch ganz gut davongekommen", meinte Schumacher, den nur "ein paar kleine" Wehwehchen plagen.
Auf dem Nürburgring fuhr Schumacher, dessen Gespräche mit RTL-Reporter Kai Ebel über die Streckenlautsprecher übertragen wurden, zur Freude der Zuschauer einige Demonstrationsrunden mit einem neuen Maserati-Sportwagen für die GT-WM und natürlich auch mit seinem Formel-1-Boliden. Den weiß-blauen Maserati-Renner ließ er gleich zu Beginn seines Auftritts auf der Zielgeraden unter dem Johlen der Fans kreiseln.
Zwei Runden als "Geisterfahrer"
Für die Ferrari-Fans kann Schumacher ohnehin nicht oft genug gewinnen, sie bejubelten ihr Idol bei jeder Aktion - egal, ob er mit RTL-Reporter Kai Ebel in einem Straßen-Ferrari über die Strecke fuhr und den Fernsehmann fast sprachlos machte, ob er mit seinem Formel-1-Boliden auf der Zielgeraden Vollbremsungen, Starts und Donuts vorführte oder sogar zwei Runden als "Geisterfahrer" in entgegengesetzter Richtung fuhr.
"Das habe ich bisher auch noch nie gemacht, dafür war das die ideale Gelegenheit", sagte Schumacher, der die Riesen-Stimmung bei bestem Wetter in der Eifel in vollen Zügen genoss. "An so einem Tag herrscht eine ganz andere Atmosphäre als am Formel-1-Wochenende. Das ist einfach nur Freude pur", erklärte Schumacher.
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