Unfall-Skandal in der Formel 1: FIA bietet Renault-Chefingenieur Straffreiheit
zuletzt aktualisiert: 15.09.2009 - 10:21Düsseldorf (RPO). Im Unfall-Skandal der Formel 1 soll Renault-Chefingenieur Pat Symonds vom Automobil-Weltverband FIA für rückhaltlose Kooperation bei der Aufklärung Straffreiheit zugesichert worden sein.
Das berichtet die Londoner "Times" in ihrer Dienstag-Ausgabe. Bei den Ermittlungen zum Unfall des damaligen Renault-Piloten Nelson Piquet junior beim Singapur-Grand-Prix 2008 hatte Symonds im Rahmen einer ersten Vernehmung durch FIA-Inspektoren die Aussage mit dem Hinweis verweigert, nicht lügen zu wollen.
Piquet jr. hatte gegenüber der FIA behauptet, dass er im Vorjahr in Singapur auf Anweisung von Symonds und Teamchef Flavio Briatore angewiesen worden sei, einen Unfall zu provozieren und das Rennen dadurch zugunsten seines Teamkollegen Fernando Alonso zu beeinflussen. Für seine Aussage ist dem Sohn des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters Nelson Piquet sr. durch FIA-Präsident Max Mosley ebenfalls Straffreiheit garantiert worden.
Unterdessen ist die Anhörung des Renault-Teams in der Affäre vor dem World Council der FIA in Paris um zwei Tage auf den 23. September (Mittwoch) verschoben worden. Mosley teilte die Verlegung ohne Angabe von Gründen mit. Der Brite unterstrich allerdings nochmals, dass bislang lediglich die Anschuldigungen gegen Renault zu Protokoll genommen worden seien und deswegen weiter die Unschuldsvermutung zu gelten habe.
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