Kein Start in Monza: FIA räumt Arrows-Team weitere Frist ein
zuletzt aktualisiert: 12.09.2002 - 14:53Monza (rpo). Der finanziell angeschlagene Rennstall Arrows hat vom Internationalen Automobilverband FIA eine weitere Schonfrist erhalten. Obwohl der ehemalige Arbeitgeber von Heinz-Harald Frentzen auch in Monza nicht an den Start geht, wird er noch nicht ausgeschlossen.
"Falls dieses Fehlen auf Insolvenz beruhen sollte, würde Arrows seine Rechte am Concorde Agreement verlieren", teilte die FIA am Donnerstag in einer Presseerklärung mit. "Die FIA hat derzeit jedoch keine eindeutigen Beweise, dass diew Abwesenheit von Arrows auf Insolvenz statt auf einem anderen Grund beruht."
Arrows war bereits in Frankreich, Ungarn und Belgien nur im Training bzw. gar nicht gefahren. Teamchef Tom Walkinshaw verwies mehrfach darauf, er verhandle mit Investoren. Die FIA erklärte nun, sie warte mit einem formellen Beschluss, bis die relevanten Verhandlungen und Vorgänge abgeschlossen seien. So entscheidet beispielsweise der High Court in London in vier Wochen über Gläubiger-Forderungen, die stellvertretend von Frentzens Anwälten vorgetragen werden.
Im Concorde Agreement, dem "Grundgesetz" der Formel 1, ist unter anderem die Verteilung der Gelder an die Teams aus den Fernseheinnahmen geregelt. Darin wird auch die Startberechtigung festgelegt. Frentzen hatte Arrows Anfang August verlassen. Das Team hat angeblich 100 Millionen Euro Schulden.
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