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Formel-1-Kalender bestätigt
Mehr Macht für Ecclestone und Todt

Formel 1: 21 Rennen im kommenden Jahr bestätigt
FOTO: ap
Der Automobil-Weltverband FIA hat auf der Sitzung seines Weltrates am Mittwoch den geplanten Rekordkalender der Formel 1 bestätigt und nebenbei Chef-Promoter Bernie Ecclestone mit umfangreichen Kompetenzen zur Lösung drängender Probleme ausgestattet.

Im kommenden Jahr soll die Königsklasse erstmals in 21 Rennen ihren Weltmeister ermitteln, dazu schaffte der Weltrat eigens die bislang festgeschriebene Grenze von 20 Saisonläufen ab. Das Debüt im Rennkalender gibt der Große Preis von Europa in Baku/Aserbaidschan (19. Juni). Am 31. Juli soll der Große Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring wie geplant stattfinden.

Unsicherheiten waren diesbezüglich entstanden, da in diesem Jahr erstmals seit 1960 kein Formel-1-Rennen in Deutschland stattgefunden hatte, nachdem der als Veranstalter vorgesehene Nürburgring sich nicht mit Promoter Bernie Ecclestone hatte einigen können. Der 84-Jährige hatte in der Folge höchstpersönlich auch einen Start im kommenden Jahr in Zweifel gezogen, der Vertrag mit Hockenheim bestand allerdings bereits.

Ein Fragezeichen steht für die kommende Saison allerdings noch hinter dem Grand Prix in Austin/Texas (23. Oktober), die Streckenbetreiber kämpfen mit finanziellen Problemen. Die Saison startet am 20. März in Melbourne und endet am 27. November in Abu Dhabi.

In einer bemerkenswerten Entscheidung gab der Weltrat zudem Ecclestone und FIA-Präsident Jean Todt ein Mandat, "um Empfehlungen und Entscheidungen bezüglich drängender Probleme in der Formel 1" zu treffen. Dazu gehören auch die altbekannten Streitpunkte der Motorenfrage und einer Kostenreduzierung. Todt und Ecclestone wollen bis zum 31. Januar Lösungen präsentieren. Bislang muss über alle strittigen Fragen auch unter Einbeziehung der Formel-1-Teams abgestimmt werden, hier hatten die großen Rennställe zuletzt immer wieder ihre Macht ausgespielt und etwa Kostenobergrenzen verhindert.

(dpa)
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