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Formel 1 in Japan
Vettel fährt Bestzeit – Dauerregen behindert zweites Training

Großer Preis von Japan 2017: freies Training
Großer Preis von Japan 2017: freies Training FOTO: afp
Suzuka. Vettel (Heppenheim) hat seine Ansprüche auf ein Comeback im Titelkampf der Formel 1 untermauert. Der Ferrari-Pilot setzte im ersten Training zum Großen Preis von Japan am Freitag die Bestzeit und distanzierte WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton dabei relativ deutlich.

In 1:29,166 Minuten lag Vettel mehr als zwei Zehntelsekunden vor dem britischen Mercedes-Piloten. Es blieb die Tagesbestzeit, weil heftiger Dauerregen am Nachmittag die zweite Session fast unbrauchbar machte. Lediglich fünf Piloten gingen für wenige Runde auf die Strecke, aussagekräftige Zeiten wurden dabei nicht erzielt. Hamilton fuhr im Regen die schnellste Zeit des zweiten Trainings.

So gab zum Auftakt nur die erste Session ein wenig Aufschluss über die Kräfteverhältnisse in Japan. Dritter am Vormittag war der Australier Daniel Ricciardo im Red Bull mit knapp vier Zehnteln Rückstand auf Vettel. Erst dahinter reihten sich Kimi Räikkönen (Ferrari), Valtteri Bottas (beide Finnland/Mercedes) und Max Verstappen (Niederlande/Red Bull) ein, keiner der Rennställe dominierte also den Auftakt.

Dieses Ergebnis stützt die Vermutung, dass alle drei Top-Teams an diesem Wochenende realistische Aussichten auf Podestplätze und den Sieg haben. Renault-Pilot Nico Hülkenberg (Emmerich) belegte am Freitag den achten Platz, Pascal Wehrlein (Worndorf) wurde im unterlegenen Sauber Vorletzter.

Die Wetterbedingungen in Suzuka dürften sich allerdings weiterhin ändern. Während des ersten Trainings war es trocken und recht kühl. Alle Piloten konnten ihre schnellen Runden und auch die Longruns auf trockener Strecke absolvieren.

Für den Samstag ist weiterer Regen nun nicht unwahrscheinlich, am Rennsonntag sollen die Temperaturen bei viel Sonnenschein dann aber deutlich steigen. Damit würde sich auch die Asphalttemperatur deutlich erhöhen, und die Bedingungen wären gänzlich andere als in den vorherigen Einheiten. Das wahre Kräfteverhältnis könnte damit erst beim Rennen zu erkennen sein.

Vor dem 16. von 20 Saisonläufen führt Hamilton das WM-Klassement mit 34 Punkten Vorsprung auf Vettel an. Der Deutsche muss am Sonntag dringend aufholen, um seine Chance auf den Titel zu wahren.

 

 

(areh/sid/dpa)
 
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