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Formel 1
Hamilton wegen Motorenwechsel 15 Plätze strafversetzt

Bilder: Hamilton nimmt Rosberg WM-Führung ab
Bilder: Hamilton nimmt Rosberg WM-Führung ab FOTO: afp, tg/tg
Spa. Am Mercedes von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ist vor dem ersten freien Training zum Großen Preis von Belgien wie angekündigt ein neuer Motor eingebaut worden. Der Engländer wird damit in der Startaufstellung für das Rennen am Sonntag (14 Uhr/Live-Ticker) auf jeden Fall um 15 Plätze zurückversetzt, wie das Werksteam am Freitagvormittag mitteilte.

Die Strafe wird ausgesprochen, da Hamilton bei einigen Motorenkomponenten nun über dem erlaubten Limit für eine Saison liegt. So wurde bereits der sechste Turbolader und die sechste MGU-H zur Energierückgewinnung eingebaut. Möglich ist allerdings, dass Hamilton vor dem Rennen noch einen weiteren neuen Motor anmeldet, und damit sogar bis ans Ende des Feldes versetzt wird. Mit diesem Kniff würde Mercedes weiteren Motoren-Strafen in diesem Jahr wohl aus dem Weg gehen.

Für Hamiltons Teamrivalen Nico Rosberg (Wiesbaden) eröffnet sich nun die große Chance zum Comeback im Titelkampf. Im ersten freien Training am Freitagvormittag überzeugte der 31-Jährige mit der deutlichen Bestzeit in 1:48,348 Minuten und lag dabei mehr als sieben Zehntel vor dem zweitplatzierten Hamilton (1:49,078). Knapp dahinter lag in der allerdings noch wenig aussagekräftigen Zeitenliste der Finne Kimi Räikkönen (1:49,147) im Ferrari. Sein Teamkollege Sebastian Vettel (Heppenheim/1:49,768) landete vorerst auf dem fünften Platz.

Der Emmericher Nico Hülkenberg (1:50,088) wurde im Force India Achter, Pascal Wehrlein (Worndorf/1:52,837) musste sich im ersten Duell mit seinem neuen Teamkollegen Esteban Ocon (1:51,787) überraschend deutlich um eine Sekunde geschlagen geben. An Wehrleins Manor kamen dabei allerdings die Testreifen von Pirelli zum Einsatz, echte Aufschlüsse brachte dieser Vergleich daher noch nicht.

Vor dem 13. Saisonrennen liegt der WM-Zweite Rosberg 19 Punkte hinter Hamilton, der sechs der vergangenen sieben Rennen gewonnen hat. Hamilton und Mercedes wählten die Strecke in Spa, um die Strafe anzutreten, da sich auf dem Highspeed-Kurs viele Überholmöglichkeiten bieten. Selbst vom Ende des Feldes ist der Brite daher am Sonntag ein Kandidat für das Podium.

(seeg/sid)
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