| 13.14 Uhr

Formel 1 in Baku
Hamilton auch im Abschlusstraining Schnellster

Bilder: Freies Training in Baku
Bilder: Freies Training in Baku FOTO: ap, LB
Baku. Weltmeister Lewis Hamilton hat auch im dritten freien Training zum Großen Preis von Europa in Baku die Bestzeit vor seinem Silberpfeil-Teamkollegen Nico Rosberg gesetzt und damit für Qualifying die besten Karten.

Mehr und mehr deutet sich zudem an, dass die Silberpfeile in der aserbaidschanischen Hauptstadt keine Gegner haben. In 1:44,352 Minuten nahm der Sieger der letzten beiden Rennen seinem Teamrivalen kurz vor dem Ende der Einheit noch die Tagesbestzeit weg. WM-Spitzenreiter Rosberg folgte mit 0,258 Sekunden, lag aber seinerseits komfortable 0,830 Sekunden vor dem Überraschungsdritten Nico Hülkenberg (Emmerich/Force India).

Sebastian Vettel (Heppenheim) konnte im Ferrari erneut nicht mit der Spitze mithalten und wurde auf dem 6,003 km langen Stadtkurs mit 1,278 Sekunden Rückstand Fünfter noch hinter seinem früheren Red-Bull-Teamkollegen Daniel Ricciardo (Australien/+1,268).

Für den Kracher des Tages sorgte Hülkenbergs Teamkollege Sergio Perez. Sekunden vor dem Ende des Trainings setzte der Mexikaner seinen Force India in Kurve 13 seitlich in die Streckenbegrenzung. Ob die Mechaniker den schwer beschädigten Boliden rechtzeitig bis zum Qualifying reparieren können, ist fraglich. Bereits am Freitag war Ricciardo an derselben Stelle schwer gecrasht.

Vor dem achten Saisonlauf am Sonntag (15.00 Uhr/im Live-Ticker) führt Rosberg die Gesamtwertung mit neun Punkten Vorsprung vor Hamilton an. Vettel liegt als Dritter 38 Zähler zurück.

Sicherheitsvorkehrungen erhöht

Vor dem Qualifying am Samstag (15.00 Uhr/im Live-Ticker) hat die Formel 1 die Sicherheitsvorkehrungen auf der Strecke erhöht. Nach einer Besprechung mit den Fahrern am Freitagabend ordnete der ausrichtende Automobil-Dachverband FIA Schweißarbeiten an den Metall-Randsteinen entlang des 6,003 km langen Kurses an, die noch in der Nacht auf Samstag durchgeführt wurden.

Im ersten freien Training am Freitag hatten sich mehrere Fixierungsschrauben in den Randsteinen gelöst. Weil diese Schrauben über den Rand heraus ragten, wurden Beschädigungen in der Lauffläche bei rund 90 Prozent der eingesetzten linken Hinterreifen festgestellt.

Die Schäden seien "vielleicht fünf Zentimeter lang und lediglich oberflächlich" gewesen, sagte ein Sprecher des Reifenherstellers Pirelli. Nach ersten Reparaturmaßnahmen an den Randsteinen wurde das zweite Training plangemäß gestartet und ging ohne weitere Probleme zu Ende.

Als weitere Maßnahme wurde die Zufahrt in die Boxengasse durch neue Markierungslinien entschärft. Unter anderem WM-Spitzenreiter Nico Rosberg, aber auch Ex-Weltmeister Jenson Button (Großbritannien/McLaren) hatten zuvor bereits am Donnerstag ihre Bedenken geäußert.

Die Boxeneinfahrt befindet sich im letzten Viertel eines 2,2 km langen Vollgasstücks. Die Fahrer erreichen an dieser Stelle Geschwindigkeiten von bis zu 320 km/h.

Wenig Verständnis für das Dimension der Sicherheitsdebatte hatte offenbar Weltmeister Hamilton. "Diese Fahrer jammern über so viele Dinge", sagte Rosbergs Mercedes-Teamkollege: "Diese Jungs wollen alles eben haben, ohne Bodenwellen. Sie wollen diesen Strecken den Charakter und das Leben nehmen."

Mit Blick auf die Charakteristika von Stadtkursen sagte der 31-Jährige: "Sie sind eben schwierig, aber das ist Teil des Rennsports."

(sid)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Formel 1: Lewis Hamilton auch im Abschlusstraining Schnellster


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.